U-Boot-Bau – Don´t Expose the Boat

Die Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) ist die größte deutsche Werft. Bekannt ist das Unternehmen heute vor allem für seine U-Boote der U-Boot-Klasse 212 A, die es in Kooperation mit den Nordseewerken Emden baut.

Die Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) ist die größte deutsche Werft. Bekannt ist das Unternehmen heute vor allem für seine U-Boote der U-Boot-Klasse 212 A, die es in Kooperation mit den Nordseewerken Emden baut.

Derzeit verfügen 36 Länder über eine Flotte nicht-nuklear angetriebener U-Boote. Neunzehn Marinen auf drei Kontinenten, fahren U-Boote, die vollständig oder teilweise aus Deutschland kommen. Somit ist Deutschland seit Jahrzehnten der erfolgreichste Exporteur konventionell angetriebener U-Boote. Die U-Boote liefert die Industrie in unterschiedlicher Weise. Der Kunde kann betriebsfertige Boote geliefert bekommen. Anderen Kunden liefert die Industrie nur Sektionen bzw. Materialpakete, die auf einer Werft im Empfängerland unter deutscher Anleitung endmontiert werden. Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) fordert in ihrem Rüstungsexportbericht 2009 eine Kultur der Zurückhaltung beim Export deutscher U-Boote. Neben der GKKE-Fachgruppe Rüstungsexporte beobachten aber auch andere den deutschen U-Boot-Bau. Die französische Staatswerft DCNS ist seit Jahren an dem Kieler U-Boothersteller HDW interessiert, dessen Brennstoffzellen-Antrieb als weltweit führend gilt. Der Verkauf müsste jedoch von der Bundesregierung genehmigt werden, die einen deutschen Käufer bevorzugt. Der Stahlkonzern ThyssenKrupp wiederum will der arabischen Schiffbaugruppe Abu Dhabi Mar zügig einen Anteil an der Kieler Werft HDW verkaufen. Am U-Boot-Bau, dem Hauptgeschäft von HDW, soll Abu Dhabi 24,9 Prozent erhalten. Politische Komplikationen mit dem HDW-Hauptkunden Israel wären programmiert.

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