
Der nächste Teststart der dreistufigen ballistischen Rakete Bulawa ist für den 24. November geplant. Das Flüssigtreibstoff-Triebwerk der dritten Stufe sorgt für hohe Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit in der letzten Flugphase.
Die Bulawa (Nato-Code SS-NX-30) soll einmal die Hauptbewaffnung der neuen russischen U-Boote der Borej-Klasse (Projekt 955) werden. Die zukünftigen Trägerboote, die „Juri Dolgoruki“, „Alexander Newski“ und „Wladimir Monomach“ befinden sich zum Teil noch in der Bauphase. Für die Entwicklung der Bulawa wurden verschiedene Komponenten der SS-27 (RS-12PM, Nato-Code Topol-M) übernommen. Das strategische Atom-U-Boot „Dmitri Donskoi“ (Projekt 941U, Nato-Code Typhoon), war bisher das einzige U-Boot der russischen Marine, das die neue Interkontinentalrakete getestet hat. Jedoch mit einigen Problemen, liegt das Entwicklungsprogramm zur Zeit doch rund 15 Jahre hinter dem Zeitplan. Von den bisher durchgeführten elf Bulawa-Teststarts waren nur fünf erfolgreich. Der bisher letzte Test fand am 15. Juli statt und endete wieder mit einem Misserfolg. “Russland ist es gelungen, Waffen von überragender Vernichtungsstärke zu entwickeln – die Bulawa”, so der Rüstungsexperte Alexander Chramtschichin, Vizedirektor des Instituts für politische und militärische Analysen, in einem Interview der “Nesawissimaja Gaseta”. “Die Serienproduktion der Rakete wurde noch nicht aufgenommen – das wird auch niemals geschehen – sie hat aber bereits Russlands Seekriegsflotte vernichtet. Nahezu das gesamte Geld, das für deren Entwicklung bestimmt war, wurde für dieses wahnwitzige und aussichtslose Programm ausgegeben.”
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