Jan
15
2010

ASIEN – Wettrüsten Unterwasser

Strategische Faktoren schaffen weitere Anreize für U-Boot-Entwicklungen. So ist die beste Anti-U-Boot-Plattform ebenfalls ein U-Boot.

Strategische Faktoren schaffen weitere Anreize für U-Boot-Entwicklungen. So ist die beste Anti-U-Boot-Plattform ebenfalls ein U-Boot.

Toshi Yoshihara und James R. Holmes sehen in der Region Asien-Pazifik ein Marine-Wettrüsten mit gewaltiger Dynamik und prognostizieren politische Auswirkungen für den gesamten Raum. In einem bemerkenswerten Beitrag im “The Diplomat” wird aufgezeigt wie maritime Rivalitäten in der Region zu Investitionen in die U-Boot-Kriegsführung führen. Neues Rumpf-Design, Optimierung von Propellerblättern und Antriebssysteme, bessere Stealth-Fähigkeiten und das maximieren der Seeausdauer sind die aktuellen Trends in der Aufrüstung. In den nächsten zehn Jahren würde sich der U-Bootbau zum Wachstumsmarkt in Asien entwickeln und das regionale militärische Gleichgewicht mitbestimmen. Die asiatischen Marine-Planer hätten das U-Boot als ideale Plattform für einen Handelskrieg erkannt, der Schwachstelle im integrierten ökonomischen System der Region. Hinzu kommt, Kriegsführung mit Flugzeugträgern ist nur für den exklusiven Club der Großmächte erschwinglich. U-Boote würden schwächeren Nationen so eine finanziell tragbare Lösung für die Ausübung von Seemacht bieten.
zum Artikel

Nachtrag vom 20.01.2010
Russland will von U-Boot-Boom in Ostasien profitieren


Jan
12
2010

VR CHINA – Ballistic Missile Defense getestet

Die Raketenstreitkräfte der VR CHINA werden auch Zweite Artillerie genannt und unterstehen unmittelbar der Zentralen Militärkommission

Die Raketenstreitkräfte der VR CHINA werden auch Zweite Artillerie genannt und unterstehen unmittelbar der Zentralen Militärkommission


Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua in einer kurzen Meldung berichtet, hat China erfolgreich ein Raketenabwehrsystem getestet. Militärexperten sprachen von einem “Durchbruch für die Luftverteidigung” des Landes. Der Test mit einer Abfangrakete habe, nach Angaben der chinesischen Volksbefreiungsarmee, das Ziel erreicht. Ob das Ziel dabei zerstört wurde wurde nicht erklärt. Laut Pentagon-Sprecherin Maureen Schumann jedoch wurden seitens der USA zwei Raketenstarts beobachtet, gefolgt von einer Kollision außerhalb der Atmosphäre. Welche Systeme dabei zum Einsatz kamen ist nicht bekannt. Der Test erfolgte nach Angaben der Sprecherin ohne Vorankündigung. Der Test könnte auch ein Protest gegen eine Luftabwehrraketen-Lieferung der USA an Taiwan gewesen sein, so Experten.
zum Artikel


Jan
6
2010

Baltic Sea – Küstenverteidigung

Ende September 2009 äußerte sich die NATO besorgt über ein nahe der Grenze zu Polen abgehaltenes Militärmanöver von Russland und Weißrussland

Ende September 2009 äußerte sich die NATO besorgt über ein nahe der Grenze zu Polen abgehaltenes Militärmanöver von Russland und Weißrussland

Polen wird in Pommern ein Seezielflugkörpersystem stationieren um seine Küste vor feindlichen Schiffen zu schützen. Das berichtete die polnische Zeitung “Rzeczpospolita” in ihrer letzten Sonntags-Ausgabe. Der neue Stützpunkt soll demnach der modernste in Europa werden und zirka 107,6 Mio. Euro kosten. Die Standorte sollen bis 2012 im Raum Lebork (Lauenburg) entstehen und mit dem Seezielflugkörper vom Typ “Naval Strike Missile” (NSM) (Reichweite 185 Kilometer) ausgestattet werden. Mit dem Aufbau der Flugkörperbatterien sei der norwegische Konzern Kongsberg beauftragt worden, so die Zeitung weiter.
zum Artikel


Dez
28
2009

Lufttransport – Antonov 124 “Restart”

Seit März 2006 stehen auch der NATO sowie der EU im Programm SALIS (Strategic Airlift Interim Solution) sechs An-124, geleast über die Firma Ruslan SALIS GmbH zur Verfügung

Seit März 2006 stehen auch der NATO sowie der EU im Programm SALIS (Strategic Airlift Interim Solution) sechs An-124, geleast über die Firma Ruslan SALIS GmbH zur Verfügung


Bereits im Sommer auf der Moskauer Luftfahrtmesse MAKS hat das russische Verteidigungsministerium die Wiederaufnahme der Produktion des Großraumtransporters Antonov 124 „Ruslan“ angekündigt. Die russische Flugzeugbauholding UAC, das Antonov-Konstruktionsbüro und Volga-Dnepr hätten sich auf der MAKS über technische Anforderungen für die Neuauflage der An-124 verständigt. Laut Geschäftsplan soll sich die modifizierte An-124, mit erhöhter Tragfähigkeit (150 statt 120 Tonnen), bereits bei einer Anfangsbestellung von 40 Maschinen amortisieren. Präsident Dmitri Medwedew hat jetzt angeordnet, den Kauf von 20 neuen Militärtransportern in das staatliche Rüstungsprogramm bis 2020 aufzunehmen.
zum Artikel


Dez
15
2009

U-Boot-Bau – Don´t Expose the Boat

Die Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) ist die größte deutsche Werft. Bekannt ist das Unternehmen heute vor allem für seine U-Boote der U-Boot-Klasse 212 A, die es in Kooperation mit den Nordseewerken Emden baut.

Die Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW) ist die größte deutsche Werft. Bekannt ist das Unternehmen heute vor allem für seine U-Boote der U-Boot-Klasse 212 A, die es in Kooperation mit den Nordseewerken Emden baut.

Derzeit verfügen 36 Länder über eine Flotte nicht-nuklear angetriebener U-Boote. Neunzehn Marinen auf drei Kontinenten, fahren U-Boote, die vollständig oder teilweise aus Deutschland kommen. Somit ist Deutschland seit Jahrzehnten der erfolgreichste Exporteur konventionell angetriebener U-Boote. Die U-Boote liefert die Industrie in unterschiedlicher Weise. Der Kunde kann betriebsfertige Boote geliefert bekommen. Anderen Kunden liefert die Industrie nur Sektionen bzw. Materialpakete, die auf einer Werft im Empfängerland unter deutscher Anleitung endmontiert werden. Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) fordert in ihrem Rüstungsexportbericht 2009 eine Kultur der Zurückhaltung beim Export deutscher U-Boote. Neben der GKKE-Fachgruppe Rüstungsexporte beobachten aber auch andere den deutschen U-Boot-Bau. Die französische Staatswerft DCNS ist seit Jahren an dem Kieler U-Boothersteller HDW interessiert, dessen Brennstoffzellen-Antrieb als weltweit führend gilt. Der Verkauf müsste jedoch von der Bundesregierung genehmigt werden, die einen deutschen Käufer bevorzugt. Der Stahlkonzern ThyssenKrupp wiederum will der arabischen Schiffbaugruppe Abu Dhabi Mar zügig einen Anteil an der Kieler Werft HDW verkaufen. Am U-Boot-Bau, dem Hauptgeschäft von HDW, soll Abu Dhabi 24,9 Prozent erhalten. Politische Komplikationen mit dem HDW-Hauptkunden Israel wären programmiert.


Dez
9
2009

Wunderwaffen – Durch die Wand

DurchWandJon Ronson, Spezialist für das Aufdecken fast nicht zu glaubender Tatsachen, zeichnet in seinem zweiten Buch faktenreich, klar und lakonisch die Stationen einiger verrückter Ideen und ihre realen Folgen auf. “Durch die Wand”, erschienen im Salisverlag, ist gleichzeitig beängstigend und absurd-witzig, tragisch und erhellend. Ausgangspunkt sind die Versuche mit “nicht-tödlichen Waffen” und psychologischer Kriegsführung der US-Streitkräfte in den 70er Jahren.
zum Artikel


Dez
1
2009

Airbus A400M – Kostensteigerungen

Das Transportflugzeug A400M von Airbus wird die Abnehmerstaaten einem Zeitungsbericht zufolge zusätzlich 7,4 Milliarden Euro kosten. Wie die französische Wirtschaftszeitung “Les Echos” berichtet, würde das Projekt damit um 40 Prozent teurer werden. Dies habe eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfung Pricewaterhouse Coopers ergeben. Deutschland und Frankreich hatten Hersteller Airbus erst kürzlich zu einem finanziellen Entgegenkommen aufgefordert. Am Mittwoch soll nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei Gesprächen in Berlin nach einer Einigung gesucht werden.
zum Artikel


Nov
3
2009

SS-NX-30 – Ein “Streitkolben” ohne Zukunft?

Der nächste Teststart der seegestützten ballistischen Rakete Bulawa ist für den 24. November geplant

Der nächste Teststart der dreistufigen ballistischen Rakete Bulawa ist für den 24. November geplant. Das Flüssigtreibstoff-Triebwerk der dritten Stufe sorgt für hohe Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit in der letzten Flugphase.


Die Bulawa (Nato-Code SS-NX-30) soll einmal die Hauptbewaffnung der neuen russischen U-Boote der Borej-Klasse (Projekt 955) werden. Die zukünftigen Trägerboote, die „Juri Dolgoruki“, „Alexander Newski“ und „Wladimir Monomach“ befinden sich zum Teil noch in der Bauphase. Für die Entwicklung der Bulawa wurden verschiedene Komponenten der SS-27 (RS-12PM, Nato-Code Topol-M) übernommen. Das strategische Atom-U-Boot „Dmitri Donskoi“ (Projekt 941U, Nato-Code Typhoon), war bisher das einzige U-Boot der russischen Marine, das die neue Interkontinentalrakete getestet hat. Jedoch mit einigen Problemen, liegt das Entwicklungsprogramm zur Zeit doch rund 15 Jahre hinter dem Zeitplan. Von den bisher durchgeführten elf Bulawa-Teststarts waren nur fünf erfolgreich. Der bisher letzte Test fand am 15. Juli statt und endete wieder mit einem Misserfolg. “Russland ist es gelungen, Waffen von überragender Vernichtungsstärke zu entwickeln – die Bulawa”, so der Rüstungsexperte Alexander Chramtschichin, Vizedirektor des Instituts für politische und militärische Analysen, in einem Interview der “Nesawissimaja Gaseta”. “Die Serienproduktion der Rakete wurde noch nicht aufgenommen – das wird auch niemals geschehen – sie hat aber bereits Russlands Seekriegsflotte vernichtet. Nahezu das gesamte Geld, das für deren Entwicklung bestimmt war, wurde für dieses wahnwitzige und aussichtslose Programm ausgegeben.”
zum Bericht


Okt
28
2009

Russland – Kaum NetOpFü-Fähigkeiten

Armeegeneral Nikolai Makarow wurde am 3. Juni 2008 zum Generalstabschef ernannt. Makarow war unter anderem als Offizier bei der Westgruppe der Sowjetarmee in der DDR stationiert. Er gilt als Vertrauter von Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow.

Armeegeneral Nikolai Makarow wurde am 3. Juni 2008 zum Generalstabschef ernannt. Makarow war unter anderem als Offizier bei der Westgruppe der Sowjetarmee in der DDR stationiert. Er gilt als Vertrauter von Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew kritisierte das Tempo der militärischen Modernisierung und der Entwicklung neuer Waffensysteme. Am 26. Oktober sagte er, die derzeitige Qualität der russischen Waffen schädige das nationale Prestige. “Erhebliche Geldmittel sind in den letzten Jahren investiert worden, um den militärisch-industriellen Komplex zu entwickeln. Bisher sind die Ergebnisse nur mittelmäßig”, so Medwedew im russischen Fernsehen. “Leider wurden nur Löcher gestopft und die eigentlichen Ziele für die technologische Modernisierung nicht erreicht”, fügte der russische Präsident hinzu. “Die Qualität der militärischen Produkte für die russische Armee und die Exporte verursachen bei den Abnehmern berechtigt Sorge”, wird Industrieminister Viktor Christenko auf einer Tagung zu diesem Thema von Interfax zitiert. Der russische Generalstabschef Nikolai Makarow hat auch eine verblüffende Bemerkung gemacht, so die Zeitung “Wremja Nowostej“. Gegenwärtig würden die russischen Streitkräfte bei der Entwicklung von modernen Kriegsführungsmitteln 10 bis 15 Jahre hinter den USA und der NATO zurückliegen. Und die Operation in Georgien, im August 2008, habe beträchtliche Mängel der russischen Armee aufgezeigt.
zum Bericht


Okt
25
2009

Google – Android auf dem Gefechtsfeld

Android ist ein Betriebssystem sowie auch eine Software-Plattform für mobile Geräte wie Smartphones, Mobiltelefone und Netbooks. Obwohl das Projekt noch sehr jung ist, gibt es alleine im Android Market bereits ungefähr 13.000 Anwendungen. Pro Monat kommen ungefähr 2.000 Anwendungen dazu.

Android ist ein Betriebssystem sowie auch eine Software-Plattform für mobile Geräte wie Smartphones, Mobiltelefone und Netbooks. Obwohl das Projekt noch sehr jung ist, gibt es bereits ungefähr 13.000 Anwendungen. Pro Monat kommen zirka 2.000 Anwendungen neu hinzu.


Seit seinem Debüt 2007 hat das Google Mobile-Betriebssystem Android viele Anhänger unter den Handy-Herstellern gewonnen. Das amerikanische Rüstungsunternehmen Raytheon nutzt Android für ganz andere Anwendungen. Mit den Android Software-Tools entwickelten Raytheon Ingenieure eine Anwendung für Angehörige der Streitkräfte, die Kartenmaterial mit einer sogenannten Buddy-Liste kombiniert. Raytheon nennt das gesamte Programm Raytheon Android Tactical System, oder kurz RATS. Mark Bigham, Vice President of Business Development der Raytheon Intelligence and Information Systems, sagt sein Unternehmen hätte Android ausgewählt, weil dessen Open-Source-Charakter die Entwicklung von Anwendungen vereinfachen würde. Raytheon ist in der Entwicklung von Anwendungen oder “Wigets” für die Informationssammlung und-analyse, der Kennzeichenerkennung, Video-Streaming und der Erfassung biometrischer Daten. Diese Anwendungen sollen auch den Schutz der kämpfenden Einheiten verbessern, indem sie ein Art von “taktischen Alarm” auf Grundlage gesammelter Informationen auslösen.
zun Artikel