Missile Defense – Gewinner und Verlierer

Die Entwicklung der PAC-3 begann 1995 und wurde damals noch als ERINT Extended Range Interceptor bezeichnet. Das gesamte Programm kostet rund 8,5 Mrd. US-Dollar, wobei die US Army bereits über 900 Lenkflugkörper im Bestand hat.

Die Entwicklung der PAC-3 begann 1995 und wurde damals noch als ERINT Extended Range Interceptor bezeichnet. Das gesamte Programm kostet rund 8,5 Mrd. US-Dollar.


Nach der Entscheidung der Obama-Administration, vorerst auf eine Stationierung der Raketenabwehr in Osteuropa zu verzichten, war schnell klar wer der große Verlierer ist. Boeing hat die Möglichkeit verloren, als Hauptauftragnehmer für die sogenannte “Third Site”, mit den 3,9 Milliarden US-Dollar budgetierten Verteidigungsausgaben zu planen. Boeing wird wahrscheinlich Einnahmen in Höhe von mehr als eine Milliarde US-Dollar verlieren. Die Ermittlung des Gewinners war ein bisschen schwieriger. Das “neue” (European) Missile Defense Programm fokussiert jetzt auf das Abfangen von Mittelstreckenraketen. Lockheed bot eine landbasierte Version des Aegis Fire-Control und Radar System, während Raytheon der Missile Defense Agency (MDA) ein Fire-Control-System angeboten hat. Dies wurde ursprünglich für das Theater High Altitude Area Defense (THAAD) entwickelt. Interessant ist, Lockheed ist Hauptauftragnehmer in beiden Programmen. Für Aegis liefert man das Fire-Control und Radar System, für THAAD die Flugkörper. Raytheon wiederum liefert das Fire-Control System für THAAD und die Flugkörper für Aegis. Die Missile Defense Agency hat sich jetzt für die Lockheed-Lösung entschieden. Der Gewinner steht also fest, so Loren B. Thompson vom Lexington Institute.
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