Joint Strike Fighter – Betriebskosten heben ab

Die US-Marine ist offenbar mit dem Joint Strike Fighter (JSF F-35B/C) nicht zufrieden. Erstens hat der Flieger während der Entwicklungszeit erheblich an Gewicht zugenommen, und zweitens, eigentlich noch wichtiger, die Betreibskosten heben ab. Nach dem Motto “Loose Lips Sink Ships” wurde jetzt der Bericht “Joint Programs TOC Affordability” (Total Operating and Support Costs) der US-Marine an die Fachpresse weitergegeben.

JSF-35C Betriebskosten und Kosten pro Flugstunde im Vergleich zur F/A-18C/D´s und AV-8BS

JSF-35B/C Betriebskosten und Kosten pro Flugstunde im Vergleich zur F/A-18C/D und AV-8BS (größer anklicken)

Der Schlüssel ist die Tabelle auf Seite 10, sie zeigt, dass – über die gesamte Nutzungsdauer in der Flotte – die trägerbasierte und senkrechtstarter JSF-Versionen der US-Marine rund 40 Prozent mehr Betriebskosten produzieren als die F/A-18C/D´s und AV-8BS, die ersetzt werden sollen. Die Tabelle zeigt auch, die Kosten pro Flugstunde werden um zirka 60 Prozent ansteigen. Lockheed Martin und das JSF-Programm Büro werden jetzt sicher reagieren, war doch Kostensenkung ursprünglich eines der Beschaffungsargumente für den JSF. Aber egal, Admirale und leitende Führungskräfte glauben wohl an das Zahlenwerk. Sonst wäre der Bericht wohl nicht “durchgereicht “worden.

Nachtrag vom 12.03.2010
Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen im JSF-Programm – Eine Gesamtübersicht

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