
Iron Dome soll Kurzstrecken-Raketen und Artilleriegeschosse abwehren können. Dabei sollen gleichzeitig mehrere Ziele bekämpft werden.
Im Januar 2010 wurde das
Raketenabwehrsystem Iron Dome durch die israelischen Streitkräfte getestet. Im Rahmen der Tests wurden Raketen mit Kassam-und Katjuscha-Charakteristik erfolgreich abgefangen. Die Hamas im Gazastreifen und Hisbollah im Südlibanon haben beide diese Raketen im Arsenal. Iron Dome soll zukünftig Angriffe mit diesen Kurzstrecken-Raketen auf Israel abwehren. Iron Dome Hersteller ist die
Rafael Advanced Defense Systems, die Radartechnik kommt dabei von
Elta. Bereits kurz nach den Tests kam eine Reihe von Delegationen aus europäischen NATO-Ländern, um sich bei Rafael über das System zu informieren. “Jeder der heute in Afghanistan oder im Irak kämpft, ist an diesem System interessiert”, wird ein Projekt-Mitarbeiter zitiert.
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Im Ideen-Wettbewerb Apps for the Army werden Preisgelder in Höhe von 30.000 US-Dollar vergeben
Die amerikanischen Streitkräfte planen ein Smartphone für Soldaten. In den Visionen der US-Militärs sollen die Geräte Informationen bis auf das Schlachtfeld übermitteln können. Die Armee plant mobile Anwendungen wie eine TDv-App für Technische Dienstvorschriften, eine Instandsetzungs-App und eine Geodaten-App. Laut Generalmajor
Keith Walker, Director of the Army’s Future Force Integration Directorate, werden in einer Testphase rund 200 Soldaten ein “iPhone-ähnliches Gerät erhalten”, auf dem die Anwendungen installiert sind.
Walker kann sich aber schon taktische Anwendungen vorstellen. Beispielsweise eine Anwendung mit GPS-Funktion, oder eine App mit der die Truppen Geländeanalysen durchführen können. Daneben hat die Armee mit
iStrategyLabs einen Ideen-Wettbewerb –
“Apps für die Armee” oder A4A – gestartet. Soldaten und zivile Mitarbeiter der Armee werden so ermutigt, neue mobile Anwendungen zu entwickeln. Auf der
LandWarNet Konferenz im August 2010 sollen die Ergebnisse bekannt gegeben werden. Die A4A-Gewinner erhalten dann Geldpreise.
Deloitte Touche Tohmatsu (DTT) sieht in 2010 positive Anzeichen für die globale Aerospace und Defense-Industrie. Die Aufträge für neue Verkehrsflugzeuge werden im Jahr 2010 voraussichtlich auf über 800 Einheiten steigen. Für die Verteidigungsindustrie erwartet DTT durch neue Anforderungen sowie innovativer Technologien ebenfalls eine erhöhte Nachfrage. Indien wäre dabei die Aufmerksamkeit der Rüstungsindustrie sicher. Im Verteidigunghaushalt des Landes würden für Beschaffungen (bis 2012) angeblich bis zu 45 Mrd. US-Dollar bereitgestellt werden. Obwohl Japan keinen signifikanten Anstieg des Verteidigungsbudgets haben wird geht der Bericht davon aus, dass die japanische Industrie durch das stetige Wachstum der Branche auf dem asiatischen Festland profitieren wird. Laut DTT ist der europäische Verteidigungs-Sektor allerdings an einem Wendepunkt angekommen. Die Gründe sind das Timing in den gemeinsamen Entwicklungen, die (Mehr-)Kosten sowie Defizite im Programm-Management. Derweil die europäischen Marktführer schwächeln, hätten sich kleinere Firmen mit innovativen Konzepten Marktanteile erobern können.
Compass 2010: Global Aerospace and Defense Sector Outlook
Nachtrag vom 17.02.2010
EADS-Rüstungssparte setzt auf indischen Markt
Der Iran will in kürze ein angeblich im Inland entwickeltes Luftabwehrsystem vorstellen. Gegenüber der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA äußerte sich ein iranischer Luftwaffen-Kommandeur über das Fähigkeitsprofil des neuen Luftabwehrsystems. Angeblich wird die iranische Eigenproduktion mit dem russischen S-300-Luftabwehrsystem – das der Iran in Moskau zwar bestellt aber nie erhalten hat – mithalten können. Die Ankündigung wirkt wie ein “Pfeifen im Wald”. Zur Zeit stellt die iranische Luftabwehr in Struktur und Ausrüstung für einen engagierten und gut ausgerüsteten Angreifer keine ernsthafte Bedrohung dar. Selbst weniger gut ausgestattet Nationen wären wohl in der Lage die verschiedenen Lücken und Schwachstellen in der Luftverteidigung zu nutzen. Die vorhandenen S-200-Luftabwehrsysteme, die eine wesenliche Rolle in der Luftverteidigung spielen, könnten durch Electronic Counter Measures (ECM) oder einen direkten Angriff neutralisiert werden.
Die Luftabwehr des IRAN

Das White House ist nicht der einzige Teil der US-Regierung im iPhone-Fieber. Von Army.mil, der offizielle Homepage der US-Armee gibt es jetzt auch eine eigene iPhone App (iTunes-Link). Die kostenlose App gibt den Benutzern den Zugang zur Homepage der US-Armee, Videos, Bilder und einer Datenbank mit Informationen über die Ausrüstung US-Armee.
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ACOG (Advanced Combat Optical Gunsight) ist die Bezeichnung für eine Reihe von militärischen Zieloptiken der Firma Trijicon. Je nach Modell haben sie einen Vergrößerungsbereich zwischen 1.5 - 6x48.
Die US-Army prüft ob die Firma
Trijicon, Auftragnehmer der amerikanischen Streitkräfte für taktische Zielvorrichtungen an Infanteriewaffen, durch das
Einstanzen von Verweisen auf Bibelverse gegen Beschaffungsregeln verstoßen hat. Die
Inschriften erscheinen in erhabener Schrift am Ende der jeweiligen Werknummer der Trijicon Zielvorrichtungen.
Tom Munson (Trijicon, Director of Sales and Marketing) sagte, es ist seit langem (zirka 1987) betriebliche Praxis die Hinweise einzustanzen. Bisher hätte das Unternehmen auch nie irgendwelche Beschwerden erhalten.
Kathleen Johnson, Vice President und Military Director der
American Atheists, hingegen glaubt, dass die religiösen Inschriften eindeutig gegen das First Amendment der US-Verfassung und Vorschriften der US-Streitkräfte verstoßen. In Grossbritannien wird der “Bibel-Code” auch zum Thema. Das Verteidigungsministerium hat gerade Zielvorrichtungen des Herstellers in die Truppe eingeführt.
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Die US-Marine ist offenbar mit dem Joint Strike Fighter (JSF F-35B/C) nicht zufrieden. Erstens hat der Flieger während der Entwicklungszeit erheblich an Gewicht zugenommen, und zweitens, eigentlich noch wichtiger, die Betreibskosten heben ab. Nach dem Motto “Loose Lips Sink Ships” wurde jetzt der Bericht “Joint Programs TOC Affordability” (Total Operating and Support Costs) der US-Marine an die Fachpresse weitergegeben.

JSF-35B/C Betriebskosten und Kosten pro Flugstunde im Vergleich zur F/A-18C/D und AV-8BS (größer anklicken)
Der Schlüssel ist die Tabelle auf Seite 10, sie zeigt, dass – über die gesamte Nutzungsdauer in der Flotte – die trägerbasierte und senkrechtstarter JSF-Versionen der US-Marine rund 40 Prozent mehr Betriebskosten produzieren als die F/A-18C/D´s und AV-8BS, die ersetzt werden sollen. Die Tabelle zeigt auch, die Kosten pro Flugstunde werden um zirka 60 Prozent ansteigen. Lockheed Martin und das JSF-Programm Büro werden jetzt sicher reagieren, war doch Kostensenkung ursprünglich eines der Beschaffungsargumente für den JSF. Aber egal, Admirale und leitende Führungskräfte glauben wohl an das Zahlenwerk. Sonst wäre der Bericht wohl nicht “durchgereicht “worden.
Nachtrag vom 12.03.2010
Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen im JSF-Programm – Eine Gesamtübersicht

Die Strategischen Raketentruppen (RWSN) wurden am 24. März 2001 durch ein Dekret des russischen Präsidenten gegründet. Die Mannschaftsstärke beträgt zirka 120.000 Mann. Befehlshaber der RWSN ist seit August 2009 Generalleutnant Andrei Schwaitschenko.
Der russische Präsident
Dmitri Medwedew hat kürzlich verkündet, dass die Erhaltung der strategischen Atomstreitkräfte nach wie vor die „wichtigste Aufgabe” für Russland ist. Experten gehen davon aus, dass Russland derzeit über rund 4.600 Atomwaffen (2.600 strategische Sprengköpfe und ca. 2.000 taktische Sprengköpfe) verfügt. Zum Vergleich, vor einem Jahr sollen es etwa 4.800 Sprengköpfe gewesen sein. Wegen Verzögerungen bei der Entwicklung der seegestützten
Bulawa-Rakete, sowie der noch bevorstehenden Entwicklung einer neuen Flüssigkeitsrakete als Ersatz für die Raketen
UR-100 sowie
R-36, werden
die strategischen Raketentruppen in den kommenden Jahren wohl mit mit
SS-27 Mod 2 (RS-24) ausgestattet werden. Im Vergleich zur
SS-27 Mod 1 Topol-M (RS-12M2) hat die SS-27 Mod 2 einen 3-fach Sprengkopf, und könnte so ein
Missile Defence System überwinden.
Übersicht Nuklearstreitkräfte Russland

Strategische Faktoren schaffen weitere Anreize für U-Boot-Entwicklungen. So ist die beste Anti-U-Boot-Plattform ebenfalls ein U-Boot.
Toshi Yoshihara und
James R. Holmes sehen in der Region Asien-Pazifik ein Marine-Wettrüsten mit gewaltiger Dynamik und prognostizieren politische Auswirkungen für den gesamten Raum. In einem bemerkenswerten Beitrag im
“The Diplomat” wird aufgezeigt wie maritime Rivalitäten in der Region zu Investitionen in die U-Boot-Kriegsführung führen. Neues Rumpf-Design, Optimierung von Propellerblättern und Antriebssysteme, bessere Stealth-Fähigkeiten und das maximieren der Seeausdauer sind die aktuellen Trends in der Aufrüstung. In den nächsten zehn Jahren würde sich der U-Bootbau zum Wachstumsmarkt in Asien entwickeln und das regionale militärische Gleichgewicht mitbestimmen. Die asiatischen Marine-Planer hätten das U-Boot als ideale Plattform für einen Handelskrieg erkannt, der Schwachstelle im integrierten ökonomischen System der Region. Hinzu kommt, Kriegsführung mit Flugzeugträgern ist nur für den exklusiven Club der Großmächte erschwinglich. U-Boote würden schwächeren Nationen so eine finanziell tragbare Lösung für die Ausübung von Seemacht bieten.
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Nachtrag vom 20.01.2010
Russland will von U-Boot-Boom in Ostasien profitieren

Die Raketenstreitkräfte der VR CHINA werden auch Zweite Artillerie genannt und unterstehen unmittelbar der Zentralen Militärkommission
Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua in einer kurzen Meldung berichtet, hat China erfolgreich ein Raketenabwehrsystem getestet. Militärexperten sprachen von einem “Durchbruch für die Luftverteidigung” des Landes. Der Test mit einer Abfangrakete habe, nach Angaben der chinesischen Volksbefreiungsarmee, das Ziel erreicht. Ob das Ziel dabei zerstört wurde wurde nicht erklärt. Laut Pentagon-Sprecherin
Maureen Schumann jedoch wurden seitens der USA zwei Raketenstarts beobachtet, gefolgt von einer Kollision außerhalb der Atmosphäre. Welche Systeme dabei zum Einsatz kamen ist nicht bekannt. Der Test erfolgte nach Angaben der Sprecherin ohne Vorankündigung. Der Test könnte auch ein Protest gegen eine
Luftabwehrraketen-Lieferung der USA an Taiwan gewesen sein, so Experten.
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