
Im Ideen-Wettbewerb Apps for the Army werden Preisgelder in Höhe von 30.000 US-Dollar vergeben
Die amerikanischen Streitkräfte planen ein Smartphone für Soldaten. In den Visionen der US-Militärs sollen die Geräte Informationen bis auf das Schlachtfeld übermitteln können. Die Armee plant mobile Anwendungen wie eine TDv-App für Technische Dienstvorschriften, eine Instandsetzungs-App und eine Geodaten-App. Laut Generalmajor
Keith Walker, Director of the Army’s Future Force Integration Directorate, werden in einer Testphase rund 200 Soldaten ein “iPhone-ähnliches Gerät erhalten”, auf dem die Anwendungen installiert sind.
Walker kann sich aber schon taktische Anwendungen vorstellen. Beispielsweise eine Anwendung mit GPS-Funktion, oder eine App mit der die Truppen Geländeanalysen durchführen können. Daneben hat die Armee mit
iStrategyLabs einen Ideen-Wettbewerb –
“Apps für die Armee” oder A4A – gestartet. Soldaten und zivile Mitarbeiter der Armee werden so ermutigt, neue mobile Anwendungen zu entwickeln. Auf der
LandWarNet Konferenz im August 2010 sollen die Ergebnisse bekannt gegeben werden. Die A4A-Gewinner erhalten dann Geldpreise.

Personal- probleme im Defence Medical Services der britischen Streitkräfte - Jetzt will man mit dem Einsatz von Reservisten Lücken schließen
Die britischen Streitkräfte haben einen “zutiefst beunruhigenden Mangel” an Mediziner (Stand 0ktober 2009). Die Anzahl der Sanitätsoffiziere lag 42 Prozent unter dem gefordertem Niveau. Der geforderte Personalumfang an Sanitätsoffizieren im
Defence Medical Services (DMS) liegt bei 818, verfügbar waren 476, so der
“Under Secretary of State for Defence and Minister for Veterans” Kevan Jones. Eine Aufschlüsselung der Fachgebiete (Chirurgen, Anästhesisten usw.) gibt es nicht, da “Eingestuft”. Weiter gab es ein Defizit von 21 Prozent bei den Krankenschwestern. Zur Verfügung standen 1.500 Krankenschwestern, 1.900 sind gefordert. Das “Medical Support Services Personnel” (u.a. Sanitäter), hatte ein Fehl von 200 ausgebildeten Soldaten (Ist 3.882 / Soll 4.083). Alles zu einer Zeit, da die britischen Streitkräfte an intensiven Kampfhandlungen beteiligt sind und die medizinischen Einrichtungen im Einsatzgebiet sowieso
an ihre Grenzen gelangen. Die Zahl der verwundeten Soldaten in Camp Bastion (Afghanistan) lag im Jahr 2008 bei 131 Soldaten, in den ersten zehn Monaten des Jahres 2009 waren es 300 Soldaten. Gleichzeitig ist personelle Ausstattung von zehn Ärzten pro 1.000 Soldaten in 2006 auf vier pro 1.000 in 2009 zurückgegangen. Personalnot aber nicht nur in der Sanität. Auch in den anderen Teilstreitkräften gibt es Fachrichtungen, die in einigen Fällen drastisch unterbesetzt sind. Darunter fallen Piloten, Taucher, Nachrichtendienstler, IED-Experten und Flugzeugmechaniker.
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Terroristische Angriffe auf See. Kreuzfahrtschiffe und Fähren werden als besonders gefährdet angesehen.
Die US-Coast Guard hat 2008 ein
“National Maritime Terrorism Threat Assessment” verfasst. Die umfassende Bedrohungsanalyse hat auch heute noch Bestand. Containerfrachten mit
MVW stellen weiterhin das High-Impact-Szenario mit geringer Wahrscheinlichkeit dar. Als eher wahrscheinlich angesehen werden Variationen bereits durchgeführter Angriffe. Trotzdem muss die Entwicklung von terroristischen Kapazitäten kontinuierlich beobachtet werden. So könnten Taktiken unter Einsatz von Minen oder Kampfschwimmern zur Anwendung kommen. Eine besondere Bedrohung stellen nach Ansicht der US-Coast Guard die “Homegrown Extremists” dar. Gerade durch die wirtschaftliche Bedeutung des maritimen Bereichs, wird dieser die Aufmerksamkeit der Terroristen nicht verlieren. Und ganz oben auf der Liste möglicher Ziele stehen weiterhin Kreuzfahrtschiffe, Fähren, sowie Öl-und Gastanker.
Nachtrag vom 26.02.2010
Cryptome.org sendet wieder
Nachtrag vom 25.02.2010
Der Link zum “National Maritime Terrorism Threat Assessment” ist derzeit deaktiviert. Am 24. Februar 2010 wurde Cryptome.org wegen der Veröffentlichung von Microsoft’s “Global Criminal Compliance Handbook”, ein vertrauliches 22-Seiten-Booklet entwickelt für Polizei-und Nachrichtendienste, vom Netz genommen. Der Leitfaden bietet eine Übersicht welche Informationen Microsoft über die Nutzer ihrer Online-Dienste sammelt. Microsofts Anwälte bedrohten Cryptome mit dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA).

Der AGM-109 Tomahawk kann wahlweise mit Nuklearsprengkopf oder konventionellen Splittergefechtskopf bestückt werden. Ende 2008 soll die U.S. Navy noch 100 dieser Marschflugkörper im Bestand gehabt haben.
Anfang diesen Monats kündigte US-Präsident
Barack Obama in Paris an, dass die Anzahl der Atomwaffen in den US-Streitkräften reduziert werden. Wo die Reduzierung stattfinden sollte blieb zunächst unklar. Im
Quadrennial Defense Review (QDR) deutete aber bereits alles darauf hin, dass die geplante Verringerung in den regionalen Teilen der Nuklear Strategie stattfinden würde. Erste unmittelbare Folge der neuen Ausrichtung sind zu erkennen. Die Tomahawk Marschflugkörper (AGM-109 – TLAM/N) in Japan sollen, nach einem
Bericht von Kyodo News, in den “Ruhestand” versetzt werden. Washington hätte informell der japanischen Regierung zugesagt, dass sie beabsichtigt die Systeme abzubauen. Dies obwohl noch in 2009 eine Kommission im US-Kongress die Beibehaltung der Stationierung empfohlen hatte. Der andere Teil der regionalen Komponenten betrifft die Atomwaffen in Europa. Die US-Luftwaffe hält derzeit zirka 150-200 Atombomben auf sechs Basen in fünf NATO-Staaten vor. Ein Sprecher des belgischen Ministerpräsidenten hat jetzt gesagt, Belgien, Deutschland und die Niederlande wollen in den kommenden Wochen formell
im NATO-Rahmen vorschlagen, die Atomwaffen von europäischem Boden abzuziehen. Den Schwung in die Abzugsdiskussion brachte im letzten Jahr die neue deutsche Regierung.
Franklin Miller, ehemals verantwortlich für die Stationierung in Europa und der ehemalige NATO-Chef
George Robertson halten die deutsche Position für gefährlich. (“Deutschland öffne die Büchse der Pandora”)
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Die Falkland-Inseln bestehen aus etwa 200 Inseln. Die Entdeckung von großen Ölfeldern vor den Inseln führte bereits in den späten 1990er Jahren zu politischen Spannungen zwischen Großbritannien und Argentinien.
Die aktuellen Spannungen zwischen Großbritannien und Argentinien werden sicher nicht abnehmen. Für heute ist die Ankunft der britischen Ölplattform “Ocean Guardian” vor den Falkland-Inseln angekündigt. Buenos Aires hat bereits
Maßnahmen angedroht, um das “illegale” Bohren zu verhindern. London reagierte wie zu erwarten, vier Kriegsschiffe der Royal Navy sind Port Stanley vor Anker gegangen. Seitens der Royal Airforce wurden kurzfristig vier Eurofighter “Typhoon” auf die Inseln im
Südatlantik verlegt. Der britische
Premierminister Gordon Brown reagierte gestern auf das argentinische Säbelrasseln. Man hätte “alle Vorbereitungen getroffen die notwendig sind um die Inseln zu schützen”, so
Brown. Das Unternehmen
Desire Petroleum will mit der “Ocean Guardian” in der nächsten Woche, zirka 30 bis 60 Meilen nördlich der Falkland-Inseln, den Bohrvorgang starten.
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Nachtrag vom 18.03.2010
Argentinien droht Unternehmen mit Engagement auf den Falkland-Inseln

Unternehmen aus der VR-China haben 2009 insgesamt mehr als 19 Mrd. US-Dollar in den iranischen Erd-Öl u. Gas Sektor investiert. Im zweiten Vierteljahr 2009 betrugen die Devisenreserven Chinas erstmals über zwei Billionen US-Dollar.
Der Nahe Osten und Zentralasien bilden für die VR-China einen geostrategischen Schwerpunkt. Peking betrachtet die Region als Schlüssel zur Sicherung der eigenen Energieversorgung. Man fürchtet insbesondere, dass der der Transport von Rohöl aus dem Persischen Golf gestört werden könnte. China betrachtet dabei die politischen Interessen des Westens in der Region in erster Linie durch hegemoniale Absichten getrieben. Es sei der Wunsch nach Schaffung eines Monopols auf die Rohölquellen. Desweiteren die US-Zentralasien-Politik seit 2001, sie verursacht weiteres Misstrauen und Unsicherheit in Peking. Der Iran ist so für die VR-China eine natürliche Wahl als regionaler politischer Partner. Zudem sind die anderen Ländern des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Kuwait, Ägypten, Bahrain, Israel und Katar, bereits
Verbündete der USA. In den Augen Chinas wird der Iran seine regionale (Vor-) Machtstellung in Zukunft noch erweitern. Das bedeutet, gute Beziehungen liegen im eignen Interesse. Ein
International Crisis Group Asia Briefing untersucht die unterschiedlichen Einflussfaktoren auf die chinesische Politik gegenüber dem Iran, den Rahmen in dem Peking letztentlich seine Entscheidungen treffen wird und die voraussichtlichen Auswirkungen auf die internationalen Bemühungen. Insbesondere die im Rahmen der Vereinten Nationen.
zum Crisis Group Iran/China Briefing
Zollbehörden aus 18 EU-Mitgliedstaaten führten im bereits im November 2009 eine gemeinsame Kontrolloperation unter dem Decknamen “Early Bird” durch. Ziel der mehrtägigen Operation war es, mögliche Lieferungen von sensitiven Gütern zu unterbinden, die unter das geltende EU-Iran-Sanktions-Regime fallen. Koordiniert wurde die Aktion dabei durch das deutsche Zollkriminalamt (ZKA) und dem Auswärtigen Amt. Diese erste europaweite Kontrolloperation (mit 50.000 Überprüfungen) zur Verhinderung der Proliferation erfolgte im Auftrag des Rates der Europäischen Gemeinschaft und in Abstimmung mit der schwedischen Zollverwaltung. Am 21. November 2009 wurde dann am Frankfurter Flughafen eine Ladung aus St. Petersburg konfisziert. Es handelte sich um Schaltkästen für Lüftungsanlagen, die eine russische Firma als zivile Güter deklariert hatte. Als Empfänger war eine Bank im Iran angegeben. Im Zusammenhang mit dem Iran denkt man bei Proliferation automatisch an ein Atomwaffen-Programm. Der Kölner Stadt-Anzeiger (Meldung vom 13.02.2010 – Printausgabe) nennt jedoch als Verwendungszweck, die mögliche Herstellung chemischer und biologischer Waffen.
zur Meldung (leider nur als .pdf-Datei)
Deloitte Touche Tohmatsu (DTT) sieht in 2010 positive Anzeichen für die globale Aerospace und Defense-Industrie. Die Aufträge für neue Verkehrsflugzeuge werden im Jahr 2010 voraussichtlich auf über 800 Einheiten steigen. Für die Verteidigungsindustrie erwartet DTT durch neue Anforderungen sowie innovativer Technologien ebenfalls eine erhöhte Nachfrage. Indien wäre dabei die Aufmerksamkeit der Rüstungsindustrie sicher. Im Verteidigunghaushalt des Landes würden für Beschaffungen (bis 2012) angeblich bis zu 45 Mrd. US-Dollar bereitgestellt werden. Obwohl Japan keinen signifikanten Anstieg des Verteidigungsbudgets haben wird geht der Bericht davon aus, dass die japanische Industrie durch das stetige Wachstum der Branche auf dem asiatischen Festland profitieren wird. Laut DTT ist der europäische Verteidigungs-Sektor allerdings an einem Wendepunkt angekommen. Die Gründe sind das Timing in den gemeinsamen Entwicklungen, die (Mehr-)Kosten sowie Defizite im Programm-Management. Derweil die europäischen Marktführer schwächeln, hätten sich kleinere Firmen mit innovativen Konzepten Marktanteile erobern können.
Compass 2010: Global Aerospace and Defense Sector Outlook
Nachtrag vom 17.02.2010
EADS-Rüstungssparte setzt auf indischen Markt

Baschar al-Assad wurde im Jahr 2000 Nachfolger seines Vaters als syrischer Staatspräsident. Die Hoffnungen auf eine Demokratisierung des Landes erfüllte er nicht.
Seymour M. Hersh sprach vor kurzem mit dem syrischen Präsidenten
Baschar al-Assad in Damaskus. Einige Zitate aus dem Gespräch hat
Hersh im „New Yorker“ veröffentlicht. Der syrische Präsident beschuldigt unter anderem die israelische Führung, an der Eiszeit in den Verhandlungen schuld zu sein, und betont, dass die Rückgabe der Golan-Höhen nur der erste Schritt auf dem Weg zum Frieden sei. („Ich werde Israel nicht den Frieden geben, den es will“) Zu den Entwicklungen im Iran sagt
Assad: „Die Sanktionen werden das Nuklearprogramm nicht aufhalten, sondern es beschleunigen“.
Assad äußert eine gewisse Empathie für Obama, übt aber auch Kritik: „Sein Beauftragter
Mitchell kann keinen Erfolg haben“. Mit
George Mitchell, dem Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für den Nahen Osten, hatte
Assad bereits 2009 den Austausch von geheimdienstlichen Erkenntnissen vereinbart. Auch
Assad´s Ansichten über die europäischen Akteure sind nicht uninteressant.
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Der Iran will in kürze ein angeblich im Inland entwickeltes Luftabwehrsystem vorstellen. Gegenüber der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA äußerte sich ein iranischer Luftwaffen-Kommandeur über das Fähigkeitsprofil des neuen Luftabwehrsystems. Angeblich wird die iranische Eigenproduktion mit dem russischen S-300-Luftabwehrsystem – das der Iran in Moskau zwar bestellt aber nie erhalten hat – mithalten können. Die Ankündigung wirkt wie ein “Pfeifen im Wald”. Zur Zeit stellt die iranische Luftabwehr in Struktur und Ausrüstung für einen engagierten und gut ausgerüsteten Angreifer keine ernsthafte Bedrohung dar. Selbst weniger gut ausgestattet Nationen wären wohl in der Lage die verschiedenen Lücken und Schwachstellen in der Luftverteidigung zu nutzen. Die vorhandenen S-200-Luftabwehrsysteme, die eine wesenliche Rolle in der Luftverteidigung spielen, könnten durch Electronic Counter Measures (ECM) oder einen direkten Angriff neutralisiert werden.
Die Luftabwehr des IRAN