Piraten – Don´t Mess with Almezaan

Seit Monaten testen Reedereien verschiedene Möglichkeiten um Piratenangriffe vor der Küste von Somalia abzuwehren. Jetzt kam es erstmals zu einem Schusswaffeneinsatz, bei dem somalische Piraten offenbar getötet wurden. Laut einer Pressemitteilung der European Union Naval Force Somalia (EUNAVFOR), wurde der unter panamaischer Flagge fahrende Frachter “MV Almezaan” auf der Fahrt nach Mogadischu von Piraten unter Beschuss genommen. Ein “Armed Private Vessel Protection Detachment” an Bord der “Almezaan” erwiderte das Feuer. Auch ein zweiter Angriff wurde so abgewehrt, die Piraten flüchteten. In Reaktion auf einen Notruf der “Almezaan” kam die spanische Fregatte “Navarra” zur Hilfe. Man fand sechs mutmaßliche Piraten tot, die Wunden wurden als “kleinkalibrige Schussverletzungen” beschrieben. Bewaffnete Sicherheitsdienste zum Schutz gegen Piratenangriffe werden noch immer kontrovers diskutiert. Sorgen machen sich die Reeder über Punkte wie Haftung und Versicherung. Für den Seeraum weiter nördlich (Meerenge Bab al-Mandeb zwischen Jemen und Djibouti, dem Golf von Aden) warnte das US Office of Naval Intelligence vor gezielten Anschlägen. Alle Schiffe in der Nähe des Jemen wurden dringend gebeten, den Status der Einsatzbereitschaft zu erhöhen. Schiffe mit eingeschränkter Manövrierfähigkeit oder vor Anker seien am stärksten gefährdet.

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