Nov
17
2009

GdP-Chef – Zahl der Freiwilligen wird nachlassen

Am 13. Oktober 1994 traten auch Polizisten der deutschen Landespolizeien erstmals einen Einsatz im Ausland an. Sie unterstützten den deutschen WEU Administrator Hans Koschnick bei seiner Mission in der Stadt Mostar.

Am 13. Oktober 1994 traten auch Polizisten der deutschen Landespolizeien erstmals einen Einsatz im Ausland an. Sie unterstützten den deutschen WEU Administrator Hans Koschnick bei seiner Mission in der Stadt Mostar.


In London forderte der britische Premier Gordon Brown weitere Schritte gegen die Korruption in Afghanistan und warnte nachdrücklich vor dem Terrornetzwerk El Kaida. Gleichzeitig verteidigte Brown den Afghanistan-Einsatz britischer Soldaten gegen zunehmende Kritik in Großbritannien. Am Rande eines Treffens der EU-Verteidigung- und Außenminister in Brüssel hingegen sagte Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, Deutschland habe das Ziel, schon im kommenden Jahr die ersten Soldaten aus dem Norden Afghanistans abzuziehen. Ob dies aufgrund der derzeitigen Lage ein realistisches Zeitfenster ist, bleibt fraglich. Die Minister sprachen auch über die Polizeieinsätze der EU in Afghanistan und auf dem Balkan. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte zum Einsatz in Afghanistan: “Wir haben den Ehrgeiz und das Ziel, dass in dieser Legislaturperiode auch wir mit der selbsttragenden Sicherheit so weit vorankommen, dass eine Abzugsperspektive sichtbar wird.” Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt die Bundesregierung bereits vor Polizisten-Entsendungen in unsichere Afghanistan-Gebiete und vor finanziellen Lockprämien für die Beamten. Man solle sich sich besser bei Nationen umsehen, die ein Gendarmerie-Konzept verfolgten.
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Nov
16
2009

Afghanistan – Einsatzkosten explodieren

Ein MRAP-Vehicle (Mine Resistant Ambush Protected-Vehicle). Die US-Army hat einen Bedarf von 10.000 Fahrzeugen. Das US-Verteidigungsministerium hat bereits 6.500 Fahrzeuge im Wert von 8 Mrd. US-Dollar bestellt.

Ein MRAP-Vehicle (Mine Resistant Ambush Protected-Vehicle). Die US-Army hat einen Bedarf von 10.000 Fahrzeugen. Das US-Verteidigungsministerium hat bereits 6.500 Fahrzeuge im Wert von 8 Mrd. US-Dollar bestellt.


Präsident Obama`s Entscheidung über die Entsendung weiterer Truppen nach Afghanistan wird in erster Linie eine militärische werden, jedoch mit erheblichen Auswirkungen auf den Verteidigungshaushalt. Die neuesten internen Schätzungen sehen bei einer Verstärkung von 40.000 Soldaten, zusätzliche Kosten in Höhe von bis zu 54 Milliarden US-Dollar pro Jahr auf den Haushalt zukommen. Die Faustformel die das Weiße Haus bei dieser Schätzung verwendet lautet, eine Million US-Dollar pro Soldat und Jahr. Noch im Jahr 2006 hat der US-Kongress mit 390.000 US-Dollar pro Soldat und Jahr die Einsatzkosten kalkuliert. Analysten sehen den Anstieg der Ausgaben in den umfassenden Beschaffungen für die Truppen im Irak und Afghanistan begründet. Unter anderem für minengeschützte Mannschaftswagen und neue Überwachungstechnologie.
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Nov
12
2009

Fort Hood – Amok oder JiHad?

Der Amoklauf von Major Nidal Malik Hasan in Fort Hood wirft immer mehr Fragen auf. Hasan war dem militärischen Abschirmdienst und der Bundespolizei FBI mehrfach aufgefallen. Nach einem Bericht der “New York Times” tauschte Hasan auch eMails mit dem radikalen Imam Anwar Al-Awlaki aus, der im Islamischen Zentrum Dar al Hijrah in Falls Church in Virginia wirkte, das zwei Attentäter der Terroranschläge vom 11. September 2001 ebenfalls besuchten. Hasan predigte wohl auch offen vor Vorgesetzten wie Kollegen Kriegsdienstverweigerung ohne dafür gemaßregelt zu werden. Gab es aber konkrete Hinweise auf die Tat? Neben US-Senator Joseph Lieberman (Unabhängig) äußerte jetzt auch der republikanische Abgeordnete Peter Hoekstra die Ansicht, das Massaker könnte ein geplanter Anschlag gewesen sein. Daniel Pipes, Direktor des Middle East Forums und Kolumnist für “New York Post” und “Jerusalem Post”, hat im Fall Hasan einige Vernebelungs-Versuche geortet.
zum Beitrag (deutsch)


Nov
9
2009

Schweiz – Drohnen Einsatz bei der Polizei

Der Ranger, kurz ADS 95, ist eine Drohne die vom Schweizer Rüstungskonzern RUAG Aerospace, Oerlikon-Contraves und der Israel Aircraft Industries (IAI) in den 80er Jahren entwickelt wurde

Der Ranger, kurz ADS 95, ist eine Drohne die vom Schweizer Rüstungskonzern RUAG Aerospace, Oerlikon-Contraves und de Israel Aircraft Industries (IAI) in den 80er Jahren entwickelt wurde


Seit Anfang April führt die Schweizer Luftwaffe im Auftrag der Grenzwache auch in der Nordwestschweiz Drohnenflüge durch. Die unbemannten Kleinflugzeuge übermitteln dabei Bilder, die bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität und des organisierten Schmuggels verwendet werden. Solche Drohnenflüge finden in anderen Grenzregionen der Schweiz seit mehreren Jahren statt. Als die kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz im September aktuelle Themen der Sicherheit diskutierten, war der Einsatz neuer technischer Hilfsmittel wie Drohnen bereits ein Thema. Nun will die Polizei verstärkt zu diesem Überwachungsgerät greifen. Der Datenschützer der Schweiz warnt jedoch. Hinzu kommen technische Probleme der Drohnen. Fliegen sie zu hoch, sind die Bilder unscharf. Fliegen sie zu tief, können sie mit Wurfgeschossen ausser Gefecht gesetzt werden.
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Nov
4
2009

Israel/Syrien – Osirak reloaded

Der israelische Geheimdienstes soll sich 2006, ein Jahr vor der Bombardierung einer syrischen Militäreinrichtung in Al-Kibar, in den Computer eines hohen syrischen Vertreters gehackt haben, berichtet Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Eine internationale Fassung des Artikels ist in englischer Sprache im Netz veröffentlicht worden. Die Informationen, die in London von einem Laptop gezogen wurden, enthüllten Hunderte Dokumente und Bilder eines syrischen Atomreaktors in Al-Kibar, so der Artikel. Der Spiegel berichtet weiter, dass in der Folge israelische Spezialeinheiten nach Syrien eingedrungen sind um vor Ort Bodenproben zu nehmen. Die Proben waren angeblich der Beweis für nukleare Aktivitäten. Daraufhin wurde die Anlage bombardiert und total zerstört. Bereits im Oktober 2007 hatten Douglas Davis, ehemaliger leitender Redakteur der Jerusalem Post, und James Forsyth für den Spectator intensive Recherchen zur Operation Orchard (Operation Obstgarten) unternommen.
zum Artikel (deutsche Übersetzung)


Nov
2
2009

Afghanistan – Strategie Option “One Tribe”

Major James Gant war im Irak als Kommandeur des National Police Quick Reaction Force Battalion eingesetzt

Major James Gant war im Irak als Kommandeur des National Police Quick Reaction Force Battalion eingesetzt


“One Tribe At A Time”, ein Strategiepapier von Major James “Jim” Gant (aktiver Angehöriger der US-Special Forces) stellt eine Strategie Option vor, die auf Dezentralisierung basiert. Seine Ansatz dabei ist Low-Tech, der verstärkte Einsatz von sogenannten “Tribal Engagement Teams (TET)”, Teams die bereits in der Vergangenheit erfolreiche Operationen durchgeführt haben. “One Tribe” ist keine Prosa, Gant selbst war mit seinem Special-Forces-Team in Afghanistan (Operational Detachment Alpha 316 – ODA 316 – Teil der 3rd Special Forces Group) und hat gezeigt was erreicht werden kann. Seine Analyse besagt, in Afghanistan wurde bisher zu sehr auf Counter-Insurgency (COIN) und Counter-Terror (CT) gesetzt. Hinzu kommt, die Nation-Building Community bevorzuge in “Top Down” Ansätzen zu denken. Die lokalen afghanischen Traditionen und damit verbundene gesellschaftliche Strukturen würden so nicht ausreichend berücksichtigt. Afghanistan mit seiner Stammeskultur kennt kein “Hauptstadtdenken”, so Gant. (“Afghanistan has never had a strong central government and never will. That is a fact that we need to accept, sooner rather than later”) Bemerkenswert für Afghanistan, es gab in den TET´s der Vergangenheit auch weibliche US-Soldaten.
zur Gant-Strategie (.pdf)


Okt
22
2009

Bundeswehr – Einsatz in Kunduz

Jede Teileinheit der Quick Reaction Force war inzwischen in Gefechten. Die Soldaten müssen mit sehr unterschiedlichen Risikolagen klarkommen.

Jede Teileinheit der Quick Reaction Force war inzwischen in Gefechten. Die Soldaten müssen mit sehr unterschiedlichen Risikolagen klarkommen.

Angriffe, Hinterhalte und Anschläge gibt es in Kunduz fast täglich, manchmal mehrfach am Tag. Bestimmte Gebiete der Provinz sind für Regierung und Sicherheitskräfte No-Go-Areas. Die Bundeswehr-Einheiten nahmen das Rote Kreuz von Sanitätsfahrzeugen ab, da diese bevorzugt angegriffen wurden. Stammesvertreter äußerten, sie hätten den Einfluss auf die Militanten verloren. Die Bundeswehr und afghanische Sicherheitskräfte sind in der Region offenbar an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Wenn die Schutzkompanie des Provincial Reconstruction Team (PRT) Feyzabad zur Verstärkung nach Kunduz muss, zeigt dies wie es um die Reserven bestellt ist. Die Scharmützel und Gefechte, die sie sich mit den Taliban liefern, haben die wenigen Kampfverbände der Bundeswehr in Kundus an die physische und psychische Belastungsgrenze gebracht, berichtet Marco Seliger auf FAZ.NET.
zum Artikel


Okt
21
2009

Pakistan – Analyse der Drohnen Einsätze

Die US-Angriffe mit Drohnen im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet sollen wieder verstärkt werden. Obwohl sie zu einem erheblichen Vertrauensverlust geführt haben setzt sich vor allem US-Vizepräsident Joe Biden für diese Strategie ein.

Die US-Angriffe mit Drohnen im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet sollen wieder verstärkt werden. Obwohl sie zu einem erheblichen Vertrauensverlust geführt haben setzt sich vor allem US-Vizepräsident Joe Biden für diese Strategie ein. Aus Bidens Sicht kommt die eigentliche Bedrohung für die Sicherheit der USA aus Pakistan.


Die Obama-Administration autorisierte insgesamt mehr als 40 Angriffe mit Drohnen in Pakistan. Die Ziele waren Taliban- und Al-Qaida-Netzwerke. Etwa ein halbes Dutzend Führer der militanten Organisationen seien getötet worden – darunter zwei Anführer einer usbekischen Terrorgruppe die mit Al-Qaida verbündet ist und Baitullah Mehsud, der Führer der pakistanischen Taliban. Hinzu kommen Hunderte von untergeordneten Kämpfern und Zivilisten. Die Zahl der durch die Drohnen getöteten Zivilisten ist ein wichtiges Thema. In der politischen Atmosphäre des heutigen Pakistan geben diese Angriffe einen besonderen Anlass zu Wut und Antiamerikanismus. Eine Gallup-Umfrage im August hat festgestellt, dass nur 9% der Pakistanis den Angriffen zustimmen, während sie von zwei Drittel der Bevölkerung abgelehnt werden. David Kilcullen und Andrew Exum errechneten, dass rund 700 Zivilisten getötet wurden. Das wären 50 Zivilisten für jeden Kämpfer, ein Hit-Rate von 2%. Mit anderen Worten, 98% der Opfer wären Zivilisten. Bill Roggio, Herausgeber des Long War Journal, kam nach seiner Analyse der Drohnenangriffe zum Ergebnis, nur 10%der Opfer wären Zivilisten. Jetzt haben Peter Bergen und Katherine Tiedemann, New America Foundation, eine Analyse vorgenommen. Sie kommen zu ganz anderen Ergebnissen als Kilcullen und Exum oder das Long War Journal.
zur Analyse Teil 2
zur Analyse Teil 1


Okt
19
2009

Afghanistan – “Wir verfolgen die richtige Strategie”

Im Rahmen der Operation Enduring Freedom und der ISAF sind insgesamt 7.700 britische Soldaten in Afghanistan stationiert, davon etwa 4.500 der British Army

Im Rahmen der Operation Enduring Freedom und der ISAF sind insgesamt 7.700 britische Soldaten in Afghanistan stationiert, davon etwa 4.500 der British Army


Der britische Premierminister Gordon Brown hat am 14. Oktober 2009 im britischen Unterhaus eine Erklärung zur Politik Großbritanniens gegenüber Afghanistan und Pakistan abgegeben. In der Rede legte er die künftigen Prioritäten für die Afghanistan-Politik dar. Eine neue afghanische Regierung müsse ihre Verpflichtungen unter Beweis stellen, die afghanischen Soldaten in der Ausbildung so voranzubringen, dass sie mit NATO-Truppen kämpfen können. Alle britischen Soldaten und Einheiten die nach Afghanistan verlegt werden, müssen für die Operation optimal ausgerüstet werden. Weiterhin müsste der britische Einsatz Teil einer innerhalb der internationalen Koalition abgestimmten Position werden, bei der alle beteiligten Nationen einen gerechten Teil der Last zu tragen hätten.
zum Redetext (deutsch)


Okt
5
2009

Competitive Intelligence – Marktforschung oder Wirtschaftsspionage?

Bereits 1997 wurde in Paris die École de Guerre Èconomique (EGE) gegründet. Sie ist die erste europäische Institution, die eine Ausbildung für Angriffs- und Verteidigungsmethoden anbietet, denen die Unternehmen im Wettlauf der Globalisierung ausgeliefert sind.

Bereits 1997 wurde in Paris die École de Guerre Èconomique (EGE) gegründet. Sie ist die erste europäische Institution, die eine Ausbildung für Angriffs- und Verteidigungsmethoden anbietet, denen die Unternehmen im Wettlauf der Globalisierung ausgeliefert sind.


Die französische Regierung ernannte am 30. September Olivier Buquen zum Direktor des interministeriellen Amtes für Wirtschaftsinformationen (Competitive Intelligence, CI). Die Ernennung kann als Signal der Entschlossenheit gewertet werden die “Economic Intelligence” zu stärken, die als entscheidend für die Stärkung der französischen Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten angesehen wird. Competitive Intelligence sei eine Kontroll-und Schutzmaßnahme für strategisch wichtige Informationen aller Akteure im Wettbewerb. Ziel sei die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und die Sicherheit des Staates und der Unternehmen, so die offizielle Definition der Aufgaben. Weiter heißt es: “90% der strategischen Daten sind im Internet zugänglich, in der Presse oder in Fachpublikationen”. Informationen können aber auch legal im Rahmen von Konferenzen, Messen und Veranstaltungen gesammelt werden. Unter Premierminister Edouard Balladur gab es im Jahr 1995 in Frankreich den ersten Versuch einer “Competitive Intelligence Politik”.
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