
Personal- probleme im Defence Medical Services der britischen Streitkräfte - Jetzt will man mit dem Einsatz von Reservisten Lücken schließen
Die britischen Streitkräfte haben einen “zutiefst beunruhigenden Mangel” an Mediziner (Stand 0ktober 2009). Die Anzahl der Sanitätsoffiziere lag 42 Prozent unter dem gefordertem Niveau. Der geforderte Personalumfang an Sanitätsoffizieren im
Defence Medical Services (DMS) liegt bei 818, verfügbar waren 476, so der
“Under Secretary of State for Defence and Minister for Veterans” Kevan Jones. Eine Aufschlüsselung der Fachgebiete (Chirurgen, Anästhesisten usw.) gibt es nicht, da “Eingestuft”. Weiter gab es ein Defizit von 21 Prozent bei den Krankenschwestern. Zur Verfügung standen 1.500 Krankenschwestern, 1.900 sind gefordert. Das “Medical Support Services Personnel” (u.a. Sanitäter), hatte ein Fehl von 200 ausgebildeten Soldaten (Ist 3.882 / Soll 4.083). Alles zu einer Zeit, da die britischen Streitkräfte an intensiven Kampfhandlungen beteiligt sind und die medizinischen Einrichtungen im Einsatzgebiet sowieso
an ihre Grenzen gelangen. Die Zahl der verwundeten Soldaten in Camp Bastion (Afghanistan) lag im Jahr 2008 bei 131 Soldaten, in den ersten zehn Monaten des Jahres 2009 waren es 300 Soldaten. Gleichzeitig ist personelle Ausstattung von zehn Ärzten pro 1.000 Soldaten in 2006 auf vier pro 1.000 in 2009 zurückgegangen. Personalnot aber nicht nur in der Sanität. Auch in den anderen Teilstreitkräften gibt es Fachrichtungen, die in einigen Fällen drastisch unterbesetzt sind. Darunter fallen Piloten, Taucher, Nachrichtendienstler, IED-Experten und Flugzeugmechaniker.
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