Wie die Bild-Zeitung berichtet, filmte auch eine Kamera der Bundeswehr den Bombenangriff vom 4. September. Diese Bilder wurden vom Boden aus aufgenommen. Dass die Bundeswehr in der Nacht über “bodengestützte Aufklärungsmittel” verfügte, war angeblich bislang nicht bekannt. Im Feldjägerbericht zu dem Angriff wurde aber bereits von “bodengestützten Aufklärungsmitteln” berichtet. In dem Bericht heißt es: “Es werden jedoch mehr als 2 Stunden nach dem Vorfall durch die Raumbeobachtungsanlage (RBA) des PRT im Gebiet des Bombenabwurfs Bewegungen von ca. 40 Personen zunächst gegen 040407D*sep09 von ISA KHEL in Richtung HAJI AMANMULLA und gegen 040418D*sep09 dieselbe Personenanzahl in die entgegengesetzte Richtung beobachtet (nach hiesiger Kenntnis ist der Ereignisort aufgrund der Geografie durch die RBA nicht einsehbar). Es könnten sich demnach dieselben Personen zum und 11 Minuten später wieder weg vom Ort des Vorfalls bewegt haben. Ob über RBA im Verlaufe dieser Nacht weitere Wahrnehmungen gemacht wurden, ist unbekannt.” Die RBA dürfte aber, unter Berücksichtigung des Standortes, nicht der dubiose “dritte Aufklärungsstrang” gewesen sein.

