Afghanistan – Weiterer Aufklärungsstrang

Der genaue Ablauf des Luftangriffs auf die Tanklaster nähe Kundus ist noch nicht bekannt. Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sagte jedoch der Berliner Zeitung: “Eine Erklärung wäre, dass das KSK den Einsatz geführt hat. Für diesen Fall stehe der Fortbestand der geheim operierenden Bundeswehr-Elitetruppe auf dem Spiel: Wenn jetzt herauskäme, dass die KSK diesen Bombenangriff verantwortet, dann würde die KSK in der jetzigen Form nicht überleben.” Eigentlich hätte bereits die Stellungnahme, die der Sprecher des Bundesministeriums der Verteidigung, Thomas Raabe, vor der Bundespressekonferenz am 7. September abgegeben hat, zu Nachfragen anregen müssen: “Ich möchte in diesem Zusammenhang auch erwähnen, dass wir einen weiteren Aufklärungsstrang hatten, der über das hinausgeht, was ich hier darstelle, über den wir aber nicht öffentlich reden”, so der Sprecher. Am gleichen Tag meldete die Badische Zeitung in einer Chronik über die Ereignisse vom 3./4. September: “Die Bundeswehr lässt einen von Taliban errichteten illegalen Kontrollpunkt sieben Kilometer vom deutschen Camp entfernt beobachten. In der Nacht bringen Taliban dort zwei beladene Tanklastzüge in ihre Gewalt…”. Und in Afghanistan befürchten Vertreter westlicher Geheimdienste wegen des Luftangriffs im September jetzt auch noch einen “Rachefeldzug” gegen die deutschen Soldaten.
Link zum Untersuchungsbericht der Feldjäger/Close Air Support Kundus

Leave a Reply