Die Öffentlichkeitsarbeiter des Auswärtigen Amtes haben bereits kurz nach dem Ende der Afghanistan Konferenz in London die Phrasen-Dreschmaschine angeworfen. Die Highlights: “Deutsche Strategie gut aufgenommen” und “Strategischer Neuanfang.” “Alle Punkte des deutschen Konzepts haben Eingang in das Schlussdokument der Konferenz gefunden”, wird AM Westerwelle zitiert. “Deutschland habe einen erheblichen Beitrag zum Erfolg der Konferenz geleistet. Dies sei auch eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland”, liest man weiter. Prima, die Konferenz ist gerettet. Was aber sind die Folgen? Regierung Online stellt fest: “Zu den qualitativ neuen Elementen gehört, die Qualität und Effizienz der afghanischen Sicherheitskräfte, von Armee und Polizei, deutlich zu verstärken.” In der Afghanistan-Strategie war man konkreter: “Polizeiausbildung stärken: Dazu wird die Zahl der Ausbilder von 123 auf 200 erhöht.” Man erinnert sich an Bill Murray als Phil Connors in “Und täglich grüßt das Murmeltier.” (Das Bundesministerium des Inneren strebt bis 2010 eine Verdreifachung auf 200 Beamte an) Nach Punkt Nr. 3 im Abschluss-Kommuniqué sucht man irgendwie den “Wendepunkt” in den Konferenzergebnissen.