Afghanistan – Immer wieder Aliabad

Ein Sprecher des BMVg hat am Montag Entschädigungszahlungen für die Opfer des NATO-Luftangriffs bei Kundus (nähe Aliabad) angekündigt, ohne allerdings eine Summe zu nennen. „Mit Kleinkram werden wir uns nicht zufrieden geben“, sagte der Anwalt der Kläger Karim Popal der Nachrichtenagentur ddp. Allerdings sei er sich mit der Bundesregierung einig darüber, dass es keine Entschädigungszahlungen für Taliban geben dürfe. Keine einfache Aufgabe, haben sich doch im Distrikt Chahar Darreh und Aliabad die Taliban in beträchtlicher Anzahl festsetzen können. Unterstützt von einheimischen Bauern und Gelegenheitskriegern, die von den ausländischen Kämpfern für einzelne Operationen angeheuert werden. Und, schon vor Wochen verkündete der Gouverneur von Kunduz, die Regierung habe 30 Opfer finanziell entschädigt. Woher dieses Geld kam, ließ sich nicht klären. In Aliabad, wo am 3. September die beiden Tanklaster angegriffen wurden, haben Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) im Oktober 15 Taliban festgenommen. Der Einsatz erfolgte kurz nachdem wieder zwei Tanklaster von Taliban angegriffen wurden.

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