Syrien – Empathie für Obama

Baschar al-Assad wurde 2000 Nachfolger seines Vaters als syrischer Staatspräsident. Die Hoffnungen auf eine Demokratisierung des Landes erfüllte er nicht.

Baschar al-Assad wurde im Jahr 2000 Nachfolger seines Vaters als syrischer Staatspräsident. Die Hoffnungen auf eine Demokratisierung des Landes erfüllte er nicht.


Seymour M. Hersh sprach vor kurzem mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in Damaskus. Einige Zitate aus dem Gespräch hat Hersh im „New Yorker“ veröffentlicht. Der syrische Präsident beschuldigt unter anderem die israelische Führung, an der Eiszeit in den Verhandlungen schuld zu sein, und betont, dass die Rückgabe der Golan-Höhen nur der erste Schritt auf dem Weg zum Frieden sei. („Ich werde Israel nicht den Frieden geben, den es will“) Zu den Entwicklungen im Iran sagt Assad: „Die Sanktionen werden das Nuklearprogramm nicht aufhalten, sondern es beschleunigen“. Assad äußert eine gewisse Empathie für Obama, übt aber auch Kritik: „Sein Beauftragter Mitchell kann keinen Erfolg haben“. Mit George Mitchell, dem Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für den Nahen Osten, hatte Assad bereits 2009 den Austausch von geheimdienstlichen Erkenntnissen vereinbart. Auch Assad´s Ansichten über die europäischen Akteure sind nicht uninteressant.
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