
Nach dem Ende der Sowjetunion und den raschen Kürzungen im Wehretat geriet die neue russische Marine in eine schwere Finanzkrise, unter der die gesamte Einsatzbereitschaft gelitten hat
Im Juli 2009 gab es Meldungen, Russland baue im syrischen Tartus (Tartosa) einen Mittelmeerhafen als Stützpunkt für seine Marine aus. Der Marine-Stützpunkt in dem syrischen Mittelmeerhafen sollte alle russischen Kriegsschiffe versorgen können, die im Golf von Aden und am Horn von Afrika zum Schutz der Schiffahrt vor Piraten eingesetzt werden, erklärte damals ein ein Marineoffizier der Moskauer “Nesawissimaja Gaseta”. Zwischen Tartus und dem Horn von Afrika liegt zwar noch das östliche Mittelmeer, der Suez-Kanal und das Rote Meer, der Weg wäre aber deutlich näher als der aus dem Osten des Schwarzen Meeres und durch Bosporus und Dardanellen, vermerkte die Zeitung. Ausserdem ginge es auch darum, Marine-Präsenz im Mittelmeer zu zeigen. Verwirrend war nur, der stellvertretende Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Generaloberst Anatoli Nogowizyn, hatte im Sommer mitgeteilt, dass der Generalstab das Vorhaben der Kriegsmarine unterstütze. Das Verteidigungsministerium in Moskau hingegen dementierte damals derartige Pläne. Im Januar 2010 gibt es jetzt wohl eine Entscheidung.
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