
Oft hört man, das US-Raketenschild sei ein von US-Präsident George W. Bush angestrengtes Rüstungsprojekt. Beschlossen wurde das Gesetz aber bereits in der Regierungszeit von Bill Clinton. Als Gefahrenherde gelten die Waffensysteme von Ländern wie Iran und Nordkorea.
Es gab viel Beifall für Barack Obama. Kanzlerin Merkel und Außemminister Steinmeier waren sich einig: Obamas Verzicht auf das geplante amerikanische Raketenabwehrsystem in Mitteleuropa sei ein positives Signal. Jürgen Trittin bezeichnete den Stopp der Pläne gar als “Ohrfeige” für Merkel. Das Raketenabwehrsystem aufzugeben sei “insgesamt eine kluge Entscheidung”, hieß es auch von der Linken. Offenbar hat nur Eckart von Klaeden richtig zugehört: “Obama habe sich in seiner Rede weiterhin von der Notwendigkeit eines Raketenabwehrsystems überzeugt gezeigt”, so der CDU-Außenpolitiker. Denn, die US-Politik fordert jetzt eine auf mehreren Ebenen angelegte Raketenabwehr (Layered Missile Defense). Layered Missile Defense bedeutet, dem politischen oder militärischen Befehlshaber realistische Handlungsoptionen zu geben. Die Fähigkeit angreifende Raketen in allen Phasen des Fluges zu verfolgen und zu zerstören. Mehrere Systeme erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Bekämpfung und vermindern so den Druck auf ein ein bestimmtes System fehlerfrei zu arbeiten. Die “Independent Working Group (IWG) on Post-ABM Treaty Missile Defense and the Space Relationship” hat hierzu einen umfassenden Bericht vorgelegt.
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