
Unternehmen aus der VR-China haben 2009 insgesamt mehr als 19 Mrd. US-Dollar in den iranischen Erd-Öl u. Gas Sektor investiert. Im zweiten Vierteljahr 2009 betrugen die Devisenreserven Chinas erstmals über zwei Billionen US-Dollar.
Der Nahe Osten und Zentralasien bilden für die VR-China einen geostrategischen Schwerpunkt. Peking betrachtet die Region als Schlüssel zur Sicherung der eigenen Energieversorgung. Man fürchtet insbesondere, dass der der Transport von Rohöl aus dem Persischen Golf gestört werden könnte. China betrachtet dabei die politischen Interessen des Westens in der Region in erster Linie durch hegemoniale Absichten getrieben. Es sei der Wunsch nach Schaffung eines Monopols auf die Rohölquellen. Desweiteren die US-Zentralasien-Politik seit 2001, sie verursacht weiteres Misstrauen und Unsicherheit in Peking. Der Iran ist so für die VR-China eine natürliche Wahl als regionaler politischer Partner. Zudem sind die anderen Ländern des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Kuwait, Ägypten, Bahrain, Israel und Katar, bereits
Verbündete der USA. In den Augen Chinas wird der Iran seine regionale (Vor-) Machtstellung in Zukunft noch erweitern. Das bedeutet, gute Beziehungen liegen im eignen Interesse. Ein
International Crisis Group Asia Briefing untersucht die unterschiedlichen Einflussfaktoren auf die chinesische Politik gegenüber dem Iran, den Rahmen in dem Peking letztentlich seine Entscheidungen treffen wird und die voraussichtlichen Auswirkungen auf die internationalen Bemühungen. Insbesondere die im Rahmen der Vereinten Nationen.
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