
Experten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO konnten erstmals im Oktober eine jahrelang vom Iran geheimgehaltene Atomanlage inspizieren
Während vor einigen Wochen Inspektoren der IAEO für einen Bericht die bis dahin geheimgehaltene iranische Atomanlage in der Nähe von Ghom (etwa 160 Kilometer südlich von Teheran) inspizierten, argumentierte die Islamischen Republik: “Die Anlage ist nur ein Teil unseres friedlichen Atomenergie-Programms!” Die Experten der IAEO kommen aber, nachdem sie einen genauen Blick auf die technischen Spezifikationen der Fuel Enrichment Anlage geworfen haben, zu einem anderen Ergebnis. Im “Bulletin of the Atomic Scientists” äußern Ivan Oelrich und Ivanka Barzashka erhebliche Zweifel an dieser Erlärung. “Ein Anlage der Größe und Kapazität würde am meisten Sinn machen, wenn sie Teil eines Netzes von geheimen kerntechnischer Anlagen wäre”, argumentieren sie. Sorgen über verdeckte Anlagen im Iran wurden bereits früher von anderen Autoren vor artikuliert. Oelrich und Barzashka sagen, dass es noch zu früh sei um die genaue Funktion der Anlage zu erkennen. Fordo sei “nicht ideal” für die Herstellung von waffenfähigem Material, aber auch kein plausibler Standort für die großtechnische Produktion von Kernbrennstoff. Die Kaskaden in Fordow würden fast 90 Jahre benötigen, um Kernbrennstoff für ein 1.000-Megawatt Kernkraftwerk herzustellen, so die Inspektoren.
zum Artikel

