Cyber-Angriffe – Noch keine Bedrohung?

Viele Experten waren von dem Confickr Programmiercode fasziniert. Confickr hat nach Expertenmeinung einen neuen Standard bei der Raffinesse der Internet-Bedrohungen gesetzt.

Viele Experten waren von dem Confickr Programmiercode fasziniert. Confickr hat nach Expertenmeinung einen neuen Standard bei der Raffinesse der Internet-Bedrohungen gesetzt. Vor dem Nachfolger, Son of Confickr, wird bereits gewarnt.


Anfang 2009 war die IT-Infrastruktur der Bundeswehr von dem Virus “Confickr” betroffen. Einige Dienststellen waren nicht mehr erreichbar, da sie vom Netz getrennt werden mussten. Im Juli haben Hacker US-Regierungsstellen wie das Weiße Haus und Onlineseiten der Regierungsstellen in Süd-Korea attackiert. Viele Kommentatoren haben spekuliert, die Angriffe könnten ihren Ursprung in Nord-Korea gehabt haben. Erste Angriffe auf kritische Infrastrukturen, wie das Elektrizitätssystem der USA, wurden ebenfalls gemeldet. Dr. James A. Lewis vom Center for Strategic and International Studies in Washington hat die Vorfälle analysiert. Sein Fazit: Die Juli-Veranstaltung war kein ernst zu nehmender Angriff. Es war mehr eine laute Demonstration. Die Angreifer verwendeten Basistechnologien und hätten keinen wirklichen Schaden angerichtet. Lewis ist der Meinung, die Welt habe bis heute noch keinen wirklich ernsten Cyber-Angriff erlebt. Er glaubt, dass es terroristischen Gruppen derzeit noch an den Fähigkeiten mangelt einen massiven Cyber-Angriff einzuleiten. Das bedeute jedoch nicht, dass nicht bald organisierte, gut finanzierte terroristische Gruppen die Fähigkeiten erwerben um komplexe Angriffe zu starten, so Lewis weiter.
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