
HNLMS Johan de Witt - Das Schiff wurde am 18. Juni 2003 bei Royal-Schelde auf Kiel gelegt, lief am 13. Mai 2006 vom Stapel und wurde am 30. November 2007 in Dienst gestellt
Am vergangenen Samstag vor der der somalischen Küste. Die Besatzung der
“HNLMS Johan de Witt” beobachtet zwei sogenannte “Whaler” (Piraten-Mutterschiffe) vor der Küste, sehr nahe an einem der Piraten-Lager. Die beobachteten Aktivitäten in der Nacht deuteten ein Auslaufen an. Die Besatzung der “Johan de Witt” reagierte, die “Whaler” wurden konfisziert und an Bord genommen. Die Besatzung wurde an den Strand zurück geschickt. “Die Piraten-Crew war total überrascht und sah verwirrt aus”, so
EU NAVFOR-Sprecher Major Theo Mestrini. “Es ist ein neues Konzept, und um ehrlich zu sein wurde das Schiff nicht dafür konzipiert”,
sagte Ben Bekkering, Kommandant der “Johan de Witt”. Der Erfolg basiere auf der Flexibilität des Schiffes und seiner Crew, so
Bekkering weiter.

Jean Kahwaji - Generalstabschef der libanesischen Streitkräfte. Er ist seit 2008 auf diesem Posten und der Nachfolger von General Sleimane.
Bereits vor zwei Wochen berichtete die kuwaitische Tageszeitung Al-Rai, dass Syrien ballistische Raketen vom Typ SCUD an die islamistische Hisbollah im Libanon weiter gegeben hätte. Israel sprach sofort eine ernste Warnung aus, man würde sowohl syrische als auch libanesische Ziele in Reaktion auf einen SCUD-Angriff ausschalten. Der libanesische Armee Kommandeur General
Jean Kahwaji reagierte am Samstag.
“Es gibt keine SCUD-Raketen im Libanon”, so
Kahwaji. Er bestreitete alle Vorwürfe der vergangenen Woche Syrien, die Raketen und die Hisbollah betreffend. Vor einigen Tagen noch warnte die Vorsitzende des US-Senat Intelligence Committee (Senator
Dianne Feinstein, Demokrat), dass es
“eine hohe Wahrscheinlichkeit gebe das Hisbollah SCUD´s erhalten hätte”. Für Israel stellen die Reichweiten der SCUD-Raketen eine enorme Bedrohung dar. “The Atlantic Wire” hat die
möglichen Konsequenzen für die Region zusammengefasst.
Nachtrag vom 28.04.2010
“…Hezbollah has far more rockets and missiles than most governments in the world. And this is obviously destabilizing for the whole region, and so we’re watching it very carefully.” (US-Verteidigungsminister Robert M. Gates, 27. April 2010)

Männerfreundschaft - Venezuelas Präsident Hugo Rafael Chavez und sein iranischer Kollege Mahmoud Ahmadinedschad
Die Staatssekretärin im amerikanischen Verteidigungsministerium,
Michèle Flournoy, hat auf einer Pressekonferenz in Singapur gesagt, ein militärischer Angriff auf den Iran sei eine Option, die dem US-Präsidenten jederzeit frei stehe. Ergänzend räumte
Flournoy ein, die militärische Option werde nach wie vor als „letzter Ausweg“ gewertet und sei im Moment nicht aktuell.
(“It’s off the table in the near term.”) Vielfach wurde diese Äußerung als eine Änderung der amerikanischen Politik gegenüber dem Iran gewertet. Besonders in Israel, wo man derzeit über einige
Entscheidungen der US-Regierung irritiert ist. Pentagon-Sprecher
Geoff Morrell stellte aber kurz darauf klar:
“Iran attack not off the table”. Im Verhältnis zu Teheran sind aber weitere Spannungen programmiert. Der US-Regierung wurde ein
Bericht über die iranischen paramilitärischen Aktivitäten in der westlichen Hemisphäre vorgelegt. Die islamischen Revolutionsgarden sollen beispielsweise ihr Kontingent in Venezuela weiter erhöht haben, und Lieferungen von Waffen und Sprengstoff an Taliban und andere Aufständische in Afghanistan arrangieren.
zum Bericht
“The Current and Future Military Strategy of Iran”
Die Versorgung der Truppen in Afghanistan ist eine besondere Herausforderung (sic). So wurden im Jahr 2008 fast 30.000 Container an die Front geschickt – im wesentlichen Treibstoff, Verpflegung, Ausrüstung und Baumaterial. Berichten zufolge wird sich die Zahl im Jahr 2009 verdoppelt haben. Für das Jahr 2010 geht man von einer weiteren signifikanten Steigerung aus.

Der bis dato wichtigste Nachschubweg über Pakistan (ROUTE 1) und den Khyber-Pass wird immer gefährlicher. Immer mehr der zivilen Fernfahrer weigern sich deshalb diesen Weg zu nehmen. Die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen sind umfangreich. US-Quellen berichten, dass im Jahr 2009 über 450 LKW zerstört wurden. Der Diebstahl von Versorgungsgütern stellt ein weiteres Problem dar. Auch im Hafen von Karachi wurden bereits Frachtschiffe und Öltanker mit Versorgungsgütern sabotiert. Jetzt soll das Northern Distribution Network (NDN) die Versorgungssituation entspannen. Der Ausgangspunkt für NDN-Nord (ROUTE 2) ist Litauen, für NDN-Süd (ROUTE 3) Georgien. Dazu gibt es gibt noch einen Bypass (ROUTE 4), der über Kirgistan und Tajikistan nach Afghanistan führt. Ein wesentliches Element des NDN ist dabei die im Bau befindliche Eisenbahnstrecke von Hairatan (an der usbekischen Grenze) nach Masar-e-Scharif. Auffällig, alle NDN-Routen führen in den Bereich des ISAF RC North. “Der Norden”, sagte August Hanning bereits 2009, “wird strategisch immer wichtiger”. Verständlich also das die USA bis zu 4.500 Soldaten nach Nord-Afghanistan entsenden werden.

New START Treaty - Am 26. März 2010 erklärten Obama und der russische Präsident Dmitri Medwedew, dass die Anzahl der Atomwaffen weiter begrenzt werden soll
Der White House
Pressemitteilung zur “New START Treaty” kann man die Eckpunkte des Abkommens entnehmen. Die wichtigsten Bestimmungen des neuen Abkommens sind: (1) Ein Limit von 1.550 dislozierten strategischen Gefechtsköpfen: Es zählen dabei die Sprengköpfe auf den (deployed)
ICBM´s und
SLBM´s. Jeder schwere Bomber, der als Nuklearwaffenträger ausgestattet ist, zählt als ein Sprengkopf. (2) Eine Obergrenze von 700 einsatzfähigen (deployed) ICBM´s und SLBM´s sowie schweren Bombern die als Nuklearwaffenträger ausgestattet sind. (3) Ein Grenze von 100 nicht einsatzfähigen (non-deployed) ICBM Trägerraketen (Silo), SLBM (Uboot-gestützt) sowie schweren Bombern die als Nuklearwaffenträger ausgestattet sind. In der Mitteilung heißt es weiter: “Der neue Grenzwert von 1.550 dislozierten strategischen Gefechtsköpfen liegt 74% unter dem 6.000er Gefechtskopf-Limit des START-Vertrages von 1991″ und “30% unter dem Limit der Moscow Treaty (SORT) aus 2002, mit 2.200 Gefechtsköpfen”. Wendet man die Zählweise der “New START Treaty” am gegenwärtigen Arsenal der Vereinigten Staaten an, hat die USA plötzlich nur 1.650 strategische Sprengköpfe, und nicht die tatsächliche Anzahl von 2.100 Sprengköpfen. Die Lösung, es zählt der Bomber und nicht die Anzahl der A-Waffen. Eine B-52 kann zum Beispiel 6 bis 20 A-Waffen aufnehmen.
Ellen Tauscher, Under Secretary for Arms Control and International Security, wurde mit der einer Frage zur Zählweise konfrontiert. Die Antwort:
“Well, I think what we want to do right now is talk about why this is an important treaty….”
Presse-Briefing Ellen Tauscher

Der AGM-109 Tomahawk kann wahlweise mit Nuklearsprengkopf oder konventionellen Splittergefechtskopf bestückt werden. Ende 2008 soll die U.S. Navy noch 100 dieser Marschflugkörper im Bestand gehabt haben.
Anfang diesen Monats kündigte US-Präsident
Barack Obama in Paris an, dass die Anzahl der Atomwaffen in den US-Streitkräften reduziert werden. Wo die Reduzierung stattfinden sollte blieb zunächst unklar. Im
Quadrennial Defense Review (QDR) deutete aber bereits alles darauf hin, dass die geplante Verringerung in den regionalen Teilen der Nuklear Strategie stattfinden würde. Erste unmittelbare Folge der neuen Ausrichtung sind zu erkennen. Die Tomahawk Marschflugkörper (AGM-109 – TLAM/N) in Japan sollen, nach einem
Bericht von Kyodo News, in den “Ruhestand” versetzt werden. Washington hätte informell der japanischen Regierung zugesagt, dass sie beabsichtigt die Systeme abzubauen. Dies obwohl noch in 2009 eine Kommission im US-Kongress die Beibehaltung der Stationierung empfohlen hatte. Der andere Teil der regionalen Komponenten betrifft die Atomwaffen in Europa. Die US-Luftwaffe hält derzeit zirka 150-200 Atombomben auf sechs Basen in fünf NATO-Staaten vor. Ein Sprecher des belgischen Ministerpräsidenten hat jetzt gesagt, Belgien, Deutschland und die Niederlande wollen in den kommenden Wochen formell
im NATO-Rahmen vorschlagen, die Atomwaffen von europäischem Boden abzuziehen. Den Schwung in die Abzugsdiskussion brachte im letzten Jahr die neue deutsche Regierung.
Franklin Miller, ehemals verantwortlich für die Stationierung in Europa und der ehemalige NATO-Chef
George Robertson halten die deutsche Position für gefährlich. (“Deutschland öffne die Büchse der Pandora”)
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Die Falkland-Inseln bestehen aus etwa 200 Inseln. Die Entdeckung von großen Ölfeldern vor den Inseln führte bereits in den späten 1990er Jahren zu politischen Spannungen zwischen Großbritannien und Argentinien.
Die aktuellen Spannungen zwischen Großbritannien und Argentinien werden sicher nicht abnehmen. Für heute ist die Ankunft der britischen Ölplattform “Ocean Guardian” vor den Falkland-Inseln angekündigt. Buenos Aires hat bereits
Maßnahmen angedroht, um das “illegale” Bohren zu verhindern. London reagierte wie zu erwarten, vier Kriegsschiffe der Royal Navy sind Port Stanley vor Anker gegangen. Seitens der Royal Airforce wurden kurzfristig vier Eurofighter “Typhoon” auf die Inseln im
Südatlantik verlegt. Der britische
Premierminister Gordon Brown reagierte gestern auf das argentinische Säbelrasseln. Man hätte “alle Vorbereitungen getroffen die notwendig sind um die Inseln zu schützen”, so
Brown. Das Unternehmen
Desire Petroleum will mit der “Ocean Guardian” in der nächsten Woche, zirka 30 bis 60 Meilen nördlich der Falkland-Inseln, den Bohrvorgang starten.
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Nachtrag vom 18.03.2010
Argentinien droht Unternehmen mit Engagement auf den Falkland-Inseln

Unternehmen aus der VR-China haben 2009 insgesamt mehr als 19 Mrd. US-Dollar in den iranischen Erd-Öl u. Gas Sektor investiert. Im zweiten Vierteljahr 2009 betrugen die Devisenreserven Chinas erstmals über zwei Billionen US-Dollar.
Der Nahe Osten und Zentralasien bilden für die VR-China einen geostrategischen Schwerpunkt. Peking betrachtet die Region als Schlüssel zur Sicherung der eigenen Energieversorgung. Man fürchtet insbesondere, dass der der Transport von Rohöl aus dem Persischen Golf gestört werden könnte. China betrachtet dabei die politischen Interessen des Westens in der Region in erster Linie durch hegemoniale Absichten getrieben. Es sei der Wunsch nach Schaffung eines Monopols auf die Rohölquellen. Desweiteren die US-Zentralasien-Politik seit 2001, sie verursacht weiteres Misstrauen und Unsicherheit in Peking. Der Iran ist so für die VR-China eine natürliche Wahl als regionaler politischer Partner. Zudem sind die anderen Ländern des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Kuwait, Ägypten, Bahrain, Israel und Katar, bereits
Verbündete der USA. In den Augen Chinas wird der Iran seine regionale (Vor-) Machtstellung in Zukunft noch erweitern. Das bedeutet, gute Beziehungen liegen im eignen Interesse. Ein
International Crisis Group Asia Briefing untersucht die unterschiedlichen Einflussfaktoren auf die chinesische Politik gegenüber dem Iran, den Rahmen in dem Peking letztentlich seine Entscheidungen treffen wird und die voraussichtlichen Auswirkungen auf die internationalen Bemühungen. Insbesondere die im Rahmen der Vereinten Nationen.
zum Crisis Group Iran/China Briefing

Baschar al-Assad wurde im Jahr 2000 Nachfolger seines Vaters als syrischer Staatspräsident. Die Hoffnungen auf eine Demokratisierung des Landes erfüllte er nicht.
Seymour M. Hersh sprach vor kurzem mit dem syrischen Präsidenten
Baschar al-Assad in Damaskus. Einige Zitate aus dem Gespräch hat
Hersh im „New Yorker“ veröffentlicht. Der syrische Präsident beschuldigt unter anderem die israelische Führung, an der Eiszeit in den Verhandlungen schuld zu sein, und betont, dass die Rückgabe der Golan-Höhen nur der erste Schritt auf dem Weg zum Frieden sei. („Ich werde Israel nicht den Frieden geben, den es will“) Zu den Entwicklungen im Iran sagt
Assad: „Die Sanktionen werden das Nuklearprogramm nicht aufhalten, sondern es beschleunigen“.
Assad äußert eine gewisse Empathie für Obama, übt aber auch Kritik: „Sein Beauftragter
Mitchell kann keinen Erfolg haben“. Mit
George Mitchell, dem Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für den Nahen Osten, hatte
Assad bereits 2009 den Austausch von geheimdienstlichen Erkenntnissen vereinbart. Auch
Assad´s Ansichten über die europäischen Akteure sind nicht uninteressant.
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Aegis Schiffe können mittels Datenvernetzung nicht nur die Waffensysteme des eigenen Schiffes, sondern auch die anderer Einheiten des Verbandes einsetzen. Diese Fähigkeit wurde unter der Bezeichnung Co-Operative Engagement Capability (CEC), speziell zur Abwehr ballistischer Flugkörper in die U.S.-Navy eingeführt.
Die U.S.-Streitkräfte halten Schiffe der U.S.-Navy im Persischen Golf auf Station, bereit Raketen zu verfolgen und gegebenenfalls abzufangen, so General
David Petraeus, Chef des U.S. Central Command. Zwei Kreuzer mit dem
Aegis Ballistic Missile Defense System (BMD) ausgestattet befinden sich zur Zeit im Golf. Diese Erklärung – zusammen mit der Stationierung von anderen U.S.-Luftabwehrverbänden in der Region – ist ein starkes Signal an den Iran, der seit Jahren in ein ambitioniertes Raketenbauprogramm investiert. Derartige Stationierungen sind aber nicht neu. Im vergangenen Jahr
verlegte die U.S.-Navy zwei Aegis Zerstörer im Vorgriff auf einen geplanten nordkoreanischen Raketentest in die Region. Zusätzlich zu den Marineeinheiten im Golf wurden acht Patriot-Batterien in der Region stationiert, so
Petraeus weiter.
James Phillips, Analyst der Heritage Foundation, fordert genau diese Maßnahmen in seiner aktuellen Lageanalyse: “An Israeli Preventive Attack on Iran’s Nuclear Sites: Implications for the U.S.” Die Obama-Administration sollte jetzt mit den Planungen zur Bekämpfung und Minimierung der destabilisierenden Folgen einer erwarteten iranischen Gegenreaktion auf einen
israelischen Präventivschlag beginnen. Dies alles vor dem Hintergrund, dass die Vereinigten Staaten mit ziemlicher Sicherheit in einen israelisch-iranischen Konflikt hineingezogen würden. Der Katalog an Forderungen ist Umfangreich, einschließlich der Vorbereitungen für einen möglichen Krieg mit dem Iran. Planung ist eben weiterhin die gedankliche Vorwegnahme, von möglichen, in der Zukunft liegenden Ereignissen.
zum Report
Nachtrag vom 25.01.2010
Ahmadinejad: “Jeder wird sich freuen”
Israel: Iran muss Urananreicherung beenden
Nachtrag vom 01.02.2010
Die USA erhöhen die Fähigkeiten im Golf