Jugendoffiziere – Diskussion nicht erwünscht

Im Jahr 1958 ist die Institution Jugendoffizier ins Leben gerufen worden. Die Diskussionsthemen sind Aufgaben und Auftrag der Bundeswehr, Auslandseinsätze, die Wehrpflicht und natürlich Frauen bei der Bundeswehr. Seit 2001 steht auch das Thema Terrorismus und der Einsatz in Afghanistan auf der Agenda.

Im Jahr 1958 ist die Institution Jugendoffizier ins Leben gerufen worden. Die Diskussionsthemen sind Aufgaben und Auftrag der Bundeswehr, Auslandseinsätze, die Wehrpflicht und natürlich Frauen bei der Bundeswehr.


Bereits im November 2009 gab es in Berlin Proteste gegen eine Veranstaltung mit Jugendoffizieren der Bundeswehr. Am Steglitzer Paulsen-Gymnasium waren zwei Jugendoffiziere eingeladen um über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr zu berichten. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: “Was hat die Bundeswehr in Afghanistan verloren?” Der Landesvorstand DIE LINKE sprach gar von einseitiger Einflussnahme seitens der Bundeswehr. Dies obwohl Jugendoffiziere als Referenten für Sicherheitspolitik ein wesentlicher Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr sind, und sich die Veranstaltungen brav am Beutelsbacher Konsens ausrichten. Das Kultusministerium in Baden-Württemberg und die Bundeswehr haben am 4. Januar sogar eine Kooperationsvereinbarung geschlossen um die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugendoffizieren zu intensivieren. Das Freiburger Bildungsstreikbündnis reagierte sofort mit “Mobilmachung” und hat eine Demonstration angekündigt. In dem Aufruf heisst es u.a.: “Es darf nicht zugelassen werden, dass SchülerInnen die Weltsicht der Bundeswehr vermittelt wird. Werbung für die Bundeswehr und Legitimation von Waffengewalt haben in öffentlichen Bildungseinrichtungen nichts zu suchen.”
zum Aufruf

Leave a Reply