
Die Operation Medusa war der erste reale Einsatz unter Kampfbedingungen für die neue Panzerhaubitze 2000
Die stattfindende Ausrüstungsdebatte kann den Beobachter irritieren. “Die entscheidenden Fragen zum Einsatz in Afghanistan würden ausgeblendet”, so Afghanistanexperte
Winfried Nachtwei im Interview mit
Hauke Friedrichs (Zeit-Online).
Winfried Nachtwei weiter: “Im Panzer sei der Auftrag nicht zu erfüllen.”
Karl-Theodor zu Guttenberg sieht im Zusammenhang eher statische Probleme. Im
“Berlin direkt”-Interview lernt man: ”Ein LEOPARD 2 Panzer, der beispielsweise, möglicherweise, an der ersten Brücke nach Kunduz einbrechen würde, wäre ein wenig hilfreicher Panzer …”. Generalleutnant
Bruno Kasdorf wiederum (vom 1. Januar bis zum 1. Dezember 2007 Chef des Stabes der ISAF) sagte bereits im Januar 2008 in einem
FAZ-Interview: “Wir lernen alle gemeinsam, wie wir uns auf bestimmte Aktivitäten einstellen müssen. Auch die Bundeswehr. Da geht es um Ausbildung, auch um Ausrüstung. Man muss überlegen, welche Rolle schwere Ausrüstung künftig spielt. Wir sehen den Einsatz von Panzern und Panzerhaubitzen im Süden, was letztendlich nutzt, um eigenes Leben zu schützen. Ohne dass ich einen Panzerkrieg herbeireden möchte: Wenn man da drinsitzt, hat man einen besseren Schutz. Und hat gleichzeitig abschreckende Wirkung.” Diese Einschätzung basierte zum Teil auf den Erfahrungen niederländischer und kanadischer Truppen im Rahmen der
Operation Medusa. Die Royal Netherlands Army (RNLA) hatte die Panzerhaubitze 2000 als Teil der niederländischen
Task Force Uruzgan (TFU) im Einsatz. Die drei
Haubitzen lieferten Feuer-Unterstützung für die Camps in Tarin Kowt und Deh Rawod. Ein an der Operation beteiligter kanadischer Kommandeur (Oberstleutnant
Omer Lavoie) stellte damals fest: “Sie (die Taliban) handeln immer mehr wie ein konventioneller Gegner”, und “Panzer haben hier sicherlich ihren Platz.”
Lessons PzH 2000/KPz LEOPARD Operation Medusa