
Elke Hoff - Die Bevölkerung verträgt die harte Wahrheit und ist viel weiter, als Politik oder Teile der militärischen Führung denken.
Elke Hoff, verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, sieht in einem SPIEGEL-ONLINE-Interview die Bundeswehr für die “Partnering”- Operationen noch nicht gerüstet. “Der Tod unserer Soldaten hat mich tief bestürzt. Gleichwohl dürfen wir wegen der tragischen Ereignisse nicht gleich die gesamte neue Strategie als gescheitert bezeichnen. Konkret haben wir ja unseren neuen Ansatz noch gar nicht umgesetzt, damit fängt die Bundeswehr erst im Sommer an”, so Hoff. Sie bemängelt weiter: “In der Vergangenheit wurden beispielsweise die Fachausschüsse des Bundestages über die neuen strategischen Inhalte von ISAF nicht umfassend informiert – geschweige denn, dass darüber qualifiziert diskutiert wurde.” Eigentlich müssten Angehörige der Fachausschüsse wissen, dass bereits seit längerem ergänzende Vorgaben des COM ISAF “Partnering” und “Mentoring” für die ANSF (Afghanistan’s National Security Forces – Army, Army Air Corps und National Police) durch das deutsche Kontingent vorsehen. Ebenso wie Counternarcotic Operationen, allerdings im Rahmen der deutschen Vorgaben. Die Operation in Baghlan diente aber sicher auch dem erhalten der Bewegungsfreiheit entlang der Main Supply Routes (MSR). Nach COM ISAF ebenfalls Auftrag des deutschen Kontingents. Ein weiteres Interview ist ebenfalls lesenswert. Ein Taliban-Kommandeur in Khandahar erklärte Associated Press, dass wenn der militärische Druck auf die Aufständischen zu groß werde, sie Khandahar verlassen und zurückkehren nachdem die ausländischen Truppen abgezogen sind. Und, Friedensverhandlungen mit der Taliban-Führung würden nicht ohne den Segen von Mullah Omar stattfinden. “Die Weltgemeinschaft muss unser Land verlassen, und dann sind wir bereit zu verhandeln”, sagte der Taliban-Kommandeur mit dem Pseudonym Mubeen.





