
In den USA erhalten extrem rechte Gruppen und bewaffnete Milizen immer mehr Zulauf. Mit Präsident Barack Obama haben sie ihr perfektes Feindbild gefunden. Abstruse Verschwörungstheorien werden langsam auch Teil des politischen Alltagsdiskurses.
Das European Muslim Research Centre, Teil der Universität Exeter, hat die Verbindungen zwischen Islamophobie und anti-muslimischen “Hassverbrechen” in Großbritannien analysiert. Empirische Belege würden zeigen, dass die Angreifer von Muslimen stets durch ein negatives Bild von Muslimen im Rahmen von nationalistischen Berichten oder Kommentaren in den Medien motiviert worden sind. Wesentlicher Motivationsfaktor für Gewalt gegen Muslime sei dabei die Annahme, dass die Muslime ein Sicherheitsrisiko oder eine terroristische Bedrohung darstellen. Die Analyse basiert auf Interviews mit Opfern, Tätern und Zeugen von “Hassverbrechen” in London. In den USA gibt es zeitgleich eine Welle von extremistischen Tendenzen gegen die eigene Regierung. Die Anzahl extremistischer Gruppen explodierte im Jahr 2009 regelrecht. Diese regierungsfeindlichen “patriotischen”-Gruppen und Milizen finden, basierend auf gängigen Verschwörungstheorien, in der Bundesregierung ihren Feind, so der Bericht des Southern Poverty Law Center (SPLC). Die Zahl stieg von 149 Gruppen im Jahr 2008 auf 512 Gruppen im Jahr 2009. Nachdenklich machen die Veränderungen im paramilitärischen Teil dieser Bewegung. Waren es im Jahr 2008 noch 42 Milizen, stieg die Anzahl auf 127 in 2009.

