
Das Defence Concepts and Doctrine Centre (DCDC) ist ein Think-Tank des britischen Verteidigungsministeriums
“Die Taliban und El Kaida teilen nicht unsere rechtlichen oder ethischen Vorstellungen, somit auch nicht unsere traditionellen Ansichten über Sieg und Niederlage”, liest man in einer neuen Counter-Insurgency Strategy, verfasst vom “Concepts and Doctrine Centre” im britischen Verteidigungsministerium. In dem 423-seitigen Dokument “SECURITY AND STABILISATION: THE MILITARY CONTRIBUTION” wird darauf hingewiesen, dass mit der Festlegung einer Frist für den Abzug der Truppen die gesamte Mission scheitern könnte. Mit dem aufzeigen der Grenzen des eigenen Engagements, werde man die Initiative an den Gegner verlieren, befürchten die Verfasser. Durch ein solches Ankündigen wäre es auch schwierig im Land neue “Freunde” zu finden. Wüssten diese doch, dass sie sich bald wieder alleine gegen einen entschlossenen Feind zu wehren hätten. Es wir empfohlen sich mit den gemäßigten Kräften im Land zu arrangieren. Andere gelte es zu neutralisieren, zu isolieren oder zu töten. Afghanistan habe eine Stammeskultur mit starken Führern, stark genug die Taliban in den jeweiligen Stammesgebieten in Schach zu halten, heißt es weiter. Diese vorhandenen “föderalen Strukturen” haben im Westen bisher jedoch nicht die notwendige Akzeptanz gefunden.
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