
Vom 25. auf den 26. Dezember 1979 landeten die ersten Teile der sowjetischen 40. Armee in Kabul. Im Februar 1980 standen bereits 85.000 sowjetische Soldaten im Land und die Truppenstärke wurde bis 1988 weiter auf etwa 115.000 erhöht.
Den Einsatz der ISAF-Truppen in Afghanistan mit der sowjetischen Besatzung des Landes zu vergleichen, ist sicher nicht richtig. Allerdings sind gewisse Ähnlichkeiten bei den Problemen nicht von der Hand zu weisen. Angesichts der steigenden Verluste sowie fehlender Fortschritte bei der Niederschlagung der Aufständischen sah sich die Führung in Moskau schließlich zu einem Abzug ihrer Truppen gezwungen. Im Jahre 1989 verließ, nach fast zehn Jahren Krieg und Besatzung, der letzte sowjetische Soldat das geschundene Afghanistan. Genaueres zu den Problemen der Roten Armee im Afghanistaneinsatz kann man in dem kürzlich veröffentlichten Protokoll der Politbüro-Debatte vom 13. November 1986 nachlesen. Die vom US-National Security Archive ins Netz gestellten Sowjet-Dokumente belegen, dass die Invasoren damals vor ähnlichen Problemen standen wie heute die US-geführten Koalitionstruppen.
zu den Dokumenten

