Die Ermordung des militanten Hamas-Führer Mahmoud al Mabhouh am 19. Januar erzeugt nach wie vor eine enorme Menge an Diskussionen und Spekulationen. Rund sechs Wochen nach der Tat werden durch die Polizei in Dubai kontinuierlich neue Informationen bekannt gegeben. Fred Burton und Ben West haben den Ablauf der Operation von Ankunft bis Exfiltration jetzt einmal aufgearbeitet. Der Erregung über den Einsatz gefälschter Reisepässe sollte man langsam wieder runterfahren. Auf den Seychellen wurden jetzt drei iranische Staatsbürger kurzzeitig festgenommen, die mit israelischen Pässen unterwegs waren. Die Dokumente wurden vermutlich israelischen Urlaubern in Thailand gestohlen. Die Behörden auf der Insel haben aber beschlossen, die drei nicht festzunehmen. Sie wurden auf einen Flug zurück nach Nairobi gesetzt, von wo sie gekommen waren. Die Polizei der Seychellen hat Israel danach die Einzelheiten zu den Dokumenten mitgeteilt. Die Seychellen sind ein beliebtes Urlaubsziel für Israelis, besonders für die Osterferien (Pessach).
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10
2010
Seychellen – Wieder falsche Pässe
8
2010
UK/USA – Homegrown Extremist

In den USA erhalten extrem rechte Gruppen und bewaffnete Milizen immer mehr Zulauf. Mit Präsident Barack Obama haben sie ihr perfektes Feindbild gefunden. Abstruse Verschwörungstheorien werden langsam auch Teil des politischen Alltagsdiskurses.
Das European Muslim Research Centre, Teil der Universität Exeter, hat die Verbindungen zwischen Islamophobie und anti-muslimischen “Hassverbrechen” in Großbritannien analysiert. Empirische Belege würden zeigen, dass die Angreifer von Muslimen stets durch ein negatives Bild von Muslimen im Rahmen von nationalistischen Berichten oder Kommentaren in den Medien motiviert worden sind. Wesentlicher Motivationsfaktor für Gewalt gegen Muslime sei dabei die Annahme, dass die Muslime ein Sicherheitsrisiko oder eine terroristische Bedrohung darstellen. Die Analyse basiert auf Interviews mit Opfern, Tätern und Zeugen von “Hassverbrechen” in London. In den USA gibt es zeitgleich eine Welle von extremistischen Tendenzen gegen die eigene Regierung. Die Anzahl extremistischer Gruppen explodierte im Jahr 2009 regelrecht. Diese regierungsfeindlichen “patriotischen”-Gruppen und Milizen finden, basierend auf gängigen Verschwörungstheorien, in der Bundesregierung ihren Feind, so der Bericht des Southern Poverty Law Center (SPLC). Die Zahl stieg von 149 Gruppen im Jahr 2008 auf 512 Gruppen im Jahr 2009. Nachdenklich machen die Veränderungen im paramilitärischen Teil dieser Bewegung. Waren es im Jahr 2008 noch 42 Milizen, stieg die Anzahl auf 127 in 2009.
3
2010
Ideenwettbewerb – “Apps für die Armee”
26
2010
Defence Medical Services (UK) – Mangel an Mediziner
Personal- probleme im Defence Medical Services der britischen Streitkräfte - Jetzt will man mit dem Einsatz von Reservisten Lücken schließen
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24
2010
Maritime Security – Ein Ausblick mit Bestand

Terroristische Angriffe auf See. Kreuzfahrtschiffe und Fähren werden als besonders gefährdet angesehen.
Nachtrag vom 26.02.2010
Cryptome.org sendet wieder
Nachtrag vom 25.02.2010
Der Link zum “National Maritime Terrorism Threat Assessment” ist derzeit deaktiviert. Am 24. Februar 2010 wurde Cryptome.org wegen der Veröffentlichung von Microsoft’s “Global Criminal Compliance Handbook”, ein vertrauliches 22-Seiten-Booklet entwickelt für Polizei-und Nachrichtendienste, vom Netz genommen. Der Leitfaden bietet eine Übersicht welche Informationen Microsoft über die Nutzer ihrer Online-Dienste sammelt. Microsofts Anwälte bedrohten Cryptome mit dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA).
23
2010
NATO/Europa – Atomwaffenfreie Zone

Der AGM-109 Tomahawk kann wahlweise mit Nuklearsprengkopf oder konventionellen Splittergefechtskopf bestückt werden. Ende 2008 soll die U.S. Navy noch 100 dieser Marschflugkörper im Bestand gehabt haben.
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19
2010
Falkland 2010 – Im Öl-Rausch

Die Falkland-Inseln bestehen aus etwa 200 Inseln. Die Entdeckung von großen Ölfeldern vor den Inseln führte bereits in den späten 1990er Jahren zu politischen Spannungen zwischen Großbritannien und Argentinien.
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18
2010
IRAN – Mit den Augen Pekings

Unternehmen aus der VR-China haben 2009 insgesamt mehr als 19 Mrd. US-Dollar in den iranischen Erd-Öl u. Gas Sektor investiert. Im zweiten Vierteljahr 2009 betrugen die Devisenreserven Chinas erstmals über zwei Billionen US-Dollar.
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16
2010
EU-Zoll – Operation “Early Bird”
Zollbehörden aus 18 EU-Mitgliedstaaten führten im bereits im November 2009 eine gemeinsame Kontrolloperation unter dem Decknamen “Early Bird” durch. Ziel der mehrtägigen Operation war es, mögliche Lieferungen von sensitiven Gütern zu unterbinden, die unter das geltende EU-Iran-Sanktions-Regime fallen. Koordiniert wurde die Aktion dabei durch das deutsche Zollkriminalamt (ZKA) und dem Auswärtigen Amt. Diese erste europaweite Kontrolloperation (mit 50.000 Überprüfungen) zur Verhinderung der Proliferation erfolgte im Auftrag des Rates der Europäischen Gemeinschaft und in Abstimmung mit der schwedischen Zollverwaltung. Am 21. November 2009 wurde dann am Frankfurter Flughafen eine Ladung aus St. Petersburg konfisziert. Es handelte sich um Schaltkästen für Lüftungsanlagen, die eine russische Firma als zivile Güter deklariert hatte. Als Empfänger war eine Bank im Iran angegeben. Im Zusammenhang mit dem Iran denkt man bei Proliferation automatisch an ein Atomwaffen-Programm. Der Kölner Stadt-Anzeiger (Meldung vom 13.02.2010 – Printausgabe) nennt jedoch als Verwendungszweck, die mögliche Herstellung chemischer und biologischer Waffen.
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12
2010
Ausblick – Global Aerospace and Defense 2010
Deloitte Touche Tohmatsu (DTT) sieht in 2010 positive Anzeichen für die globale Aerospace und Defense-Industrie. Die Aufträge für neue Verkehrsflugzeuge werden im Jahr 2010 voraussichtlich auf über 800 Einheiten steigen. Für die Verteidigungsindustrie erwartet DTT durch neue Anforderungen sowie innovativer Technologien ebenfalls eine erhöhte Nachfrage. Indien wäre dabei die Aufmerksamkeit der Rüstungsindustrie sicher. Im Verteidigunghaushalt des Landes würden für Beschaffungen (bis 2012) angeblich bis zu 45 Mrd. US-Dollar bereitgestellt werden. Obwohl Japan keinen signifikanten Anstieg des Verteidigungsbudgets haben wird geht der Bericht davon aus, dass die japanische Industrie durch das stetige Wachstum der Branche auf dem asiatischen Festland profitieren wird. Laut DTT ist der europäische Verteidigungs-Sektor allerdings an einem Wendepunkt angekommen. Die Gründe sind das Timing in den gemeinsamen Entwicklungen, die (Mehr-)Kosten sowie Defizite im Programm-Management. Derweil die europäischen Marktführer schwächeln, hätten sich kleinere Firmen mit innovativen Konzepten Marktanteile erobern können.
Compass 2010: Global Aerospace and Defense Sector Outlook
Nachtrag vom 17.02.2010
EADS-Rüstungssparte setzt auf indischen Markt
